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Autoren
OldBo
10.10.2019
Die Nutzung des Windes als Antriebsenergie hat eine lange Tradition. Seit etwa 4.000 Jahren nutzt man den Wind als Antriebsquelle, indem man Segel auf die Schiffe setzte. Der Hintergrund war, dass es wenig Wege und Straßen gab und für den Transport von Lasten hauptsächlich das Wasser benutzt wurde. Bis ins 19. Jahrhundert wurden hauptsächlich Segelschiffe verwendet.

Die Nutzung des Windes als Antriebsenergie hat eine lange Tradition. Seit etwa 4.000 Jahren nutzt man den Wind als Antriebsquelle, indem man Segel auf die Schiffe setzte. Der Hintergrund war, dass es wenig Wege und Straßen gab und für den Transport von Lasten hauptsächlich das Wasser benutzt wurde. Bis ins 19. Jahrhundert wurden hauptsächlich Segelschiffe verwendet.

Auf dem Land wurde die Kraft des Windes z. B. zum Mahlen von Getreide oder als Säge- und Ölmühle oder und zum Pumpen von Wasser genutzt. Die ersten Windmühlen wurden vor etwa 4.000 Jahren in Persien, Afghanistan  und China eingesetzt. Die Segel wurden zunächst an Rädern mit vertikaler Achse befestigt. Erst später ging man zu den horizontalachsigen Windrädern über.

Die arabischen Windmühlen kamen mit der Ausbreitung des Islams und über die Kreuzritter nach Europa. Dabei spielten die Klöster bei deren Verbreitung eine entscheidende Rolle. Bei den frühen Windmühlen blieb die Ausrichtung der Rotorfläche starr, stets senkrecht zur Hauptwindrichtung. Wenn der Wind von einer anderen Richtung wehte, so funktionierte die Mühle nicht. Der Rotor der im 12. Jahrhundert üblichen Mühle bestand aus vier Blättern, die vom Wind frontal angeblasen wurden. Durch die leichte Schrägstellung der Blätter erreichte man eine senkrecht zur Windrichtung wirkende Auftriebskraft, die den Rotor in eine Drehbewegung versetzte.

- Die Windkraft zur Stromerzeugung beginnt im 19. Jahrhundert mit dem amerikanischen Gründer der Elektrizitätswirtschaft Charles F. Brush (1849–1929). Im Winter 1887/88 entwickelte er nicht nur einen sehr effektiven Gleichstromgenerator und eine kommerzielle Lichtbogenlampe, sondern baute in den Jahren 1887 bis 1888 auch die erste vollautomatische Windkraftanlage zur Stromerzeugung. Die Ausmaße dieser Maschine waren, mit einem Rotordurchmesser von 17 Metern und insgesamt 144 Rotorblättern, gigantisch.

- H. F. A. Haselwander stellt den Drehstromgenerator her.

- Eine verbesserte Leistung brachte 1901 die Entdeckung des Dänen Poul la Cour (1846–1908). Dieser fand heraus, dass Anlagen mit weniger Rotorblättern, aber höherer Geschwindigkeit wesentlich effizienter für die Stromerzeugung eingesetzt werden können.

- Ob vier- oder vielflügelig, die neuen Windräder verbreiten sich auch in Deutschland. 1925, in der Weimarer Republik, nutzen sie an die 7.000 Bauernhöfe zum Wasserpumpen, zum Antrieb landwirtschaftlicher Maschinen und zur Erzeugung von Elektrizität.

- Während des Zweiten Weltkrieges baute Johannes Juul, ein ehemaliger Schüler von Poul la Cour, die weltweit erste Windkraftanlage zur Erzeugung von Wechselstrom. Diese Konstruktion war richtungsweisend für alle modernen Anlagen und war lange Zeit die größte Anlage der Welt. Sie zeichnete sich durch hohe Zuverlässigkeit aus, denn sie lief elf Jahre komplett ohne Wartung.

- 1979 nimmt die Nasa in Nord-Carolina die größte Windturbine der Welt in Betrieb – zwei Megawatt, 61 Meter Durchmesser.

- Im Februar 1983 hat der Technikkonzern MAN den Growian fertig montiert. Zwischen Kohlfeldern, Schafherden und schnatternden Gänsen steht der Koloss im Dithmarscher Kaiser-Wilhelm-Koog. Der Turm ist 100 Meter hoch, jeder der beiden Flügel 50,2 Meter lang, das Maschinenhaus 420 Tonnen schwer. Mit drei Megawatt ist die Anlage 50-mal größer als das größte Serienmodell der führenden Windnation Dänemark, der Durchmesser übertrifft den Nasa-Riesen um 40 Meter. Der Gigant entpuppt sich als wahres Windei, nach ständigen Reparaturen und lediglich 331 Stunden Normalbetrieb wird er im Sommer 1988 abgerissen.1985 geht vor der Kattegatküste bei Ebeltoft auf einer 800 Meter langen Mole der erste Offshore-Windpark der Welt in Betrieb. 16 Windräder liefern Strom für 4.000 Einwohner.

- Das "Stromeinspeisegesetz" geht am 7. Dezember 1990 tatsächlich durch; zehn Jahre später, unter der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder, wird es zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erweitert. Es verpflichtet Energieversorger und Netzbetreiber, den Windstrom abzunehmen und anständig zu bezahlen: 16,61 Pfennig (umgerechnet etwa 9 Cent) für jede Kilowattstunde – eine Revolution.

- Die Firma Enercon bringt 1992 die getriebelose Windmaschine auf den Markt. Die neuen Windräder laufen besser und zuverlässiger.

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