Bei Floating Photovoltaics werden die Module auf Gewässerflächen an Schwimmkörpern angebracht und am Ufer oder dem Gewässergrund verankert. Das kühlende Wasser sorgt für höhere Erträge als die konventionellen Freiflächenanlagen. In Deutschland kämen geflutete Tagebauflächen, manche Kies- und Stauseen sowie künstliche Seen in Betracht.
Vorteile:
• Entschärfung Nutzungskonkurrenzen um Landflächen
• keine Flächenaufbereitung oder -pflege notwendig
• erhöhte Stromproduktion durch Kühleffekt des Gewässers
• weniger Wasserverluste durch Verdunstung
• geringere Wassertemperatur wegen partieller Verschattung durch die Anlage
• Synergieeffekte bei Zusammenschaltung mit Wasserkraftwerken, Pumpspeicherkraftwerken oder Ofshore-Windkraftanlagen
Herausforderungen:
• erhöhter Montage- und Serviceaufwand
• Wasserbeständigkeit der Anlage
• Verankerung bei starker Strömung, Wellengang oder Wasserspiegelschwankungen
• Beschränkung auf ökologisch unbedenkliche Materialien wegen Gewässerschutz
quelle:Fraunhofer ISE
Installiert auf dem Wasser kann PV der Diskussion um Flächenkonkurrenz entgehen. Gleichzeitig entfällt die Flächenvorbereitung und normalerweise auch die Verschattungsproblematik bei gleichzeitiger Steigerung der Erzeugung durch Kühlungseffekte des Wassers. Die einfache Skalierbarkeit durch die Gleichmäßigkeit der Wasseroberfläche kann Effizienzgewinne bei der Installation ermöglichen.
Die naheliegende Verbindung aus Pumpspeicherkraftwerken und Floating-PV-Anlagen ermöglicht eine größere Flexibilität in der Betriebsweise von Pumpspeicher-Kraftwerken speziell in Zeiten von Wassermangel. Zusätzlich kann die eventuell problematische Volatilität (Schwankung) von PV-Stromerzeugung ausgeglichen werden.
quelle: Rödl & Partner GmbH
Der schwimmende Solarpark Bomhofsplas (Niederlande) umfasst eine Kapazität von 27,4 MWp und war 2020 die größte schwimmende PV-Anlage außerhalb Chinas.
Der Full-Service-Anbieter übernimmt den gesamten Prozess:
• Planung und technische Beratung
• Reporting und Analysen
• Projektentwicklung inkl. Beschaffung aller benötigten Genehmigungen
• Erwerb der Komponenten bei bewährten Partnern
• Schlüsselfertige Errichtung
• Finanzierung
• Direktvermarktung des Stroms
• Stromabnahmeverträge (PPAs)
• Technische und kaufmännische Betriebsführung
Vorteile für Wasserflächeneigentümer
• Auf der ungenutzten Wasserfläche wird grüner Strom produziert
• Der Eigentümer erhält einen sicheren Pachtpreis über mindestens 20 Jahre
• Der Eigentümer geht kein eigenes Risiko ein und muss keine Investitionen tätigen
• Durch die Bedeckung der Wasserfläche wird die Wasserverdunstung minimiert (besonders relevant für Hydro- und Pumpspeicherkraftwerke)
quelle: BayWa r.e. AG