Übershtliches Skizzieren der Rohrleitungen anhand einer isometrischen Darstellung (Raumschema)
Strangschema und Grundrisszeichnungen eignen sich nicht für die rasche Durchführung der Vorbereitungs- und Montagearbeiten im Rahmen der Montage-Methode (z-Maß-Methode). Bei diesen Zeichnungen kann man den genauen Leitungsverlauf mit allen Bauteilen auf einen Blick sehen. Diese Zeichnungsart ist auch die Grundlage für die Vorfertigung von Sanitär- und Heizungseinheiten in der Werkstatt, was das Arbeiten auf der Baustelle verkürzt.
Der Verlauf der Rohrleitungen soll auf einfache Art, aber zweckmässig und übersichtlich dargestellt werden. Die Skizzen können auch vom Praktiker vor Ort selbst ausgeführt werden können. Solche Skizzen werden heutzutage immer mehr von Digitalfotos verdrängt.
Diese Darstellungsart ermöglicht die Skizzen schnell und ohne Hilfsmittel wie Lineal, Winkel usw. entweder an der Einbaustelle direkt oder nach Plan anzufertigen. Das auszuführende Leitungssystem ist mit allen erforderlichen Fittings, Armaturen usw. immer klar erkennbar.
Die Leitungsskizze 30° (Raumschema) wird bewusst nicht maßstäblich gezeichnet, das bedeutet, lange Rohrstücke verkürzt, kurze Rohrstücke meist etwas länger gezeichnet. Auf diese Weise können auch umfangreichere Leitungssysteme dargestellt werden.
Unabhängig von Winkeln und Maßen werden die Richtungs- änderungen im Verhältnis 2:1 oder 1:2 dargestellt. Durch Einzeichnen des Hilfsdreiecks wird die Richtungsänderung genau bestimmt. Die Abweichung wird durch Angabe der Fittingssorte (Katalognummer oder Winkel) oder durch Bemaßung festgelegt. Fittings bzw. Dichtungsstellen können mit einem kleinen Querstrich markiert werden, Armaturen mit den Norm-Symbolen.
Das Zeichnen eines Raumschemas ist eine wunderbare Möglichkeit für den Lernen und Üben des räumlichen Sehens und Denkens. Bevor man die Schüler an den Computer setzt, sollten erst einige Raumschemazeichnungen per Hand angefertigt werden. Hier bieten sich die Räume mit allen festeingebauten Gegenständen an, in den die Schüler sitzen. Am Ende sagen sie erstaunt - das sieht ja aus, wie auf dem Bildschirm des Computers -
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Die isometrische Darstellung in Verbindung mit der z-Maß-Methode wurden von der Firma Georg Fischer eingeführt. Diese Methode ist die Basis für eine rationelle Planung, Arbeitsvorbereitung und Vorfertigung, die dem Verarbeiter folgende Arbeitserleichterungen und Einsparungen einbringt.
- zuverlässig planbarer Personaleinsatz
- vereinfachte administrative Abwicklung
- Erleichterung in Kalkulation und Abrechnung
- optimierter Maschinen-Einsatz
- reduziertes eigenes Fittings- und Röhrenlager
- Transportoptimierung, Entfall materialbedingter Verteilzeiten
- Nachvollziehbarkeit der durchgeführten Anlagenteile durch isometrische Darstellung mittels Leitungsskizze 30°
Die Rastervorlage sollte nur in der Übungsphase eingesetzt werden. Danach bietet sich das Zeichnen auf dem Zeichenbrett mit dem Zeichendreieck 60/30° an. Danach sind auch isometrische Freihandskizzen ohne weiteres möglich. Erst wenn diese Zeichentechnik vom Kopf her einigermaßen aufgenommen wurde, sollte man die Schüler an den Computer lassen.