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Autoren
OldBo
21.02.2026
Beim Rollover (Rauchdurchzündung) handelt es sich um das Zünden der Pyrolysegase einer Rauchschicht. Sobald sich genügend brennbare Pyrolysegase in der Rauchschicht angesammelt haben und genügend Luft (Sauerstoff) zur Zündung im Raum ist, findet eine Durchzündung der Rauchschicht statt.
Rollover: Unverbrannte (aber brennbare) Rauchgase steigen nach oben und sammeln sich unter der Decke. Vermischen sich Rauchgase und Sauerstoff nur wenig, können die Rauchgase nicht brennen; lediglich im Grenzbereich bilden sich Flammenzungen. Plötzliche Sauerstoffzufuhr und Verwirbelung lässt die Rauchgase schlagartig zünden.
 Rollover: Unverbrannte (aber brennbare) Rauchgase steigen nach oben und sammeln sich unter der Decke. Vermischen sich Rauchgase und Sauerstoff nur wenig, können die Rauchgase nicht brennen; lediglich im Grenzbereich bilden sich Flammenzungen. Plötzliche Sauerstoffzufuhr und Verwirbelung lässt die Rauchgase schlagartig zünden.
Quelle: Wiebke Salzmann, Thomas Salzmann, FF Mönchhagen

Beim Rollover (Rauchgasdurchzündung) handelt es sich um das Zünden der Pyrolysegase einer Rauchschicht. Sobald sich genügend brennbare Pyrolysegase in der Rauchschicht angesammelt haben und genügend Luft (Sauerstoff) zur Zündung im Raum ist, findet eine Durchzündung der Rauchschicht statt.

Wenn es in einem Raum brennt, verbrennen dabei Materialien wie Holz, Kunststoffe und/oder andere Stoffe wie Flüssigkeiten (Öle, Fette, Lacke und Verdünnungen). Durch diesen Verbrennungsprozess entstehen Rauch bzw. Rauchgase und Wärme. Gleichzeitig wird dem Raum Sauerstoff, der für die Verbrennung nötig ist, entzogen. Bis hierhin gilt diese Beschreibung für alle drei Phänomene, teilt sich dann jedoch in feine Unterschiede auf.

Nehmen wir an, dass unser Raum, wie im Beispiel brennt. Da der heiße Brandrauch und die übrigen Gase, die beim Prozess der Verbrennung entstehen (auch als Pyrolyse-Gase bezeichnet), leichter sind als Luft, steigen sie nach oben, wo sie sich unter der Decke sammeln. Es entstehen nun zwei Zonen, eine Tief- und eine Hochdruckzone. In der Tiefdruckzone am Boden befindet sich Sauerstoff (O2), der vom Feuer angesaugt wird. Innerhalb der Hochdruckzone sammeln sich die Brandgase und wabern unter der Decke durch den Raum und ggf. in andere Räume, falls Türen geöffnet sind. Das gefährliche an dieser Situation ist, dass eben diese Rauchgase brennbar sind. Durch den aktiven Prozess der Verbrennung heizen sie sich weiter auf. Bevor es zu einer Durchzündung dieser Rauchgase kommt, sind als eine Art Vorwarnung zärtlich anmutende und tänzelnde Flammen (auch als "Tanz der Engel" bezeichnet) an der Unterseite der Rauchschicht zu sehen, denn an dieser Stelle treffen Tief- und Hochdruckzone aufeinander und es ist erster Sauerstoff für eine Reaktion vorhanden. Kurz darauf zündet meist die komplette Rauchschicht durch und eine Feuerwalze jagt mit Temperaturen um 1.000 °C an der Decke entlang. Sie soll dabei Geschwindigkeiten bis 50 km/h erreichen können. Eine besondere Gefahr beim Rollover kann sein, dass sich die Feuerwalze auch nur an der Oberseite der Rauchschicht ausbreitet, sodass man ihn durch den dichten Rauch gar nicht sieht. Quelle: Markus Schmidt

Quellen
Rainer Schwarz, KHK i. R. | CM Service GmbH & Co. KG
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