Die Messung der Restfeuchte wird in der Regel mit der CM-Methode (Karbid-Methode) ermittelt. Dazu wird an entsprechend gekennzeichneten Stellen des
Estrichs Probematerial herausgebrochen und eine genau abgewogene zerkleinerte Materialprobe in eine Messflasche aus Metall gefüllt. Hinzu kommen
Stahlkugeln und eine Messampulle aus Glas, die eine genau definierte Menge Karbid enthält. Das Gefäß wird mit einem Deckel, der ein
Manometer enthält, verschlossen. Durch kräftiges Schütteln zerschlagen die
Stahlkugeln die Karbidampulle und das Karbid bildet durch den Kontakt mit der Feuchtigkeit der Materialprobe Atzethylengas. Der angezeigte Gasdruck ist ein Wert für die im
Estrich enthaltene Restfeuchte (Abb. 21.2.). Die Proben sollten in Raumecken entnommen werden, da hier die Trocknungsbedingungen am ungünstigsten sind. Elektrische Messgeräte, welche die elektrische Leitfähigkeit des
Estrichs zwischen 2 Elektroden bestimmen, liefern sehr ungenaue Werte und sind nicht zuverlässig genug. Eine weitere, mehr praktische Methode, besteht darin, dass eine ca. 1 m
2 große PE-Folie auf den
Estrich gelegt wird und die Ränder abgeklebt werden. Auch das Beschweren der Ränder mit Sand erfüllt den gleichen Zweck. Ist etwa 24 Stunden nach Auflegen der Folie keine Feuchtigkeit unter der Folie feststellbar, so ist mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Restfeuchte des
Estrichs gering genug ist (Abb.21.3).