Zwischen diesen beiden Phasen liegen für den DIY-Könner nicht nur viel Zeit, sondern auch Schweiß und manchmal Tränen.
Bilder: Gerald Bürgel Eines vorab: Egal, wie geschickt man ist – die Elektroinstallation im Bad muss in jedem Fall ein Fachmann machen. Über alles andere lässt sich reden, darüber nicht. Doch wo fängt der Heimwerker an?
Erst mal bei sich selbst. Ist er ein passabler Fliesenleger, hat er die nötige Geduld? Kann er die Planung so ausführen, dass WC, Dusche und Badewanne nah an den Medien sind? Das sind nur einige Fragen, die man sich ehrlich beantworten sollte. Fallen diese Antworten mit Ja aus, kann man auch beginnen.
Fürs Wasser lieber den Handwerker
Los geht es nach einer Feinplanung mit dem Wasser. Im Neubau geht das Verlegen der Wasser- und Abwasserleitungen noch einfach vonstatten. Doch auch für dieses Gewerk empfehlen wir dringend, auf einen Fachhandwerker zu setzen. Ist die Wasserleitung erst unter Putz und Fliesen und dennoch nicht dicht, drohen nicht nur Verdruss, sondern auch jede Menge Bauschäden und Arbeit. Sind die Rohre drin, muss der Elektriker kommen. Diesen Ablauf haben wir ja schon hier beschrieben.
Erst jetzt kann die eigentliche Do-It-Yourself-Phase beginnen. In der Planung ist ja schon festgelegt, welche Struktur Wände und Boden haben. Überall Fliesen ist nicht mehr in. Statt dessen werden heutzutage meist nur der Boden und die Nassbereiche gefliest, der Rest mit sogar farbenfrohen Strukturputzen bedacht. Im Bestand ist es theoretisch möglich, die alten Fliesen beizubehalten und davor eine Wandkonstruktion zu errichten, etwa mittels wasserbeständiger Trockenbauelemente. Besser ist es jedoch, die Fliesen abzuklopfen und die Wand neu zu verputzen oder zu befliesen. Das ermöglicht auch eine Kontrolle des Zustandes der Wasserleitungen.
Nach der Wand folgt der Fußboden. Soll in diese eine Heizung installiert werden, sollte man sich an den Handwerker seiner Wahl wenden. Ansonsten können Estrich, Ausgleichsmasse und Fliesen selbst aufgebracht werden.
Feuchtigkeitsbeständige Ausbauplatten
Sollen auch andere Badutensilien wie Dusche oder Wanne sowie Konsolen besonders verkleidet werden, nutzt man dazu ebenfalls speziell für Feuchträume geeignete Ausbauplatten, die einfach verschraubt und anschließend dicht verfugt werden. Danach werden Wand und Decke noch grundiert. Erst dann geht es ans Fliesenlegen.
Idealerweise sind die Wandfliesen schon installiert, bevor der SHK-Handwerker Dusche und Wanne einbaut. Das lässt sich jedoch nicht immer so koordinieren. Falls das nicht geht, muss beim Fliesen vor der Installation von Dusche und Wanne ein entsprechender Abstand gelassen werden. Die restlichen Fliesen kann man dann nach der Installation aufbringen. Das hat auch den Vorteil, dass es dann garantiert passt.
Duschen und nicht freistehende Wannen müssen eingeschäumt werden. Zuvor müssen die Anschlüsse gecheckt werden. Danach werden Überläufe und Geruchsverschlüsse angebracht.
Zuletzt werden Waschbecken und Toiletten installiert. Für diese werden Gewindestangen in die Wand eingelassen, auf die diese dann geschoben oder gehoben werden. Zum Schluss folgen die Armaturen. Auch hier empfehlen wir wieder, auf den Fachhandwerker zu setzen. Ist alles installiert, sollten die Fugen mit Silikon abgedichtet werden.
Im nächsten und letzten Teil der Serie am 04.12.2017 zeigen wir dann einige Beispiele für schöne, moderne und funktionale Bäder.
Bisher erschienen:
1.Wie man ein Bad im Neubau richtig plant
2. Wie man ein Bad im Bestand richtig plant
3. Welche Handwerkerleistungen sind nötig
4. Rechtliches/Vorschriften/Fallstricke
5. Energieeffizienz
6. Trends I
7. Trends II
8. Das altersgerechte Bad
9. Do it Yourself? Sollte man ein Bad selbst einbauen? Oder besser nicht?
Erscheinen demnächst:
10. Beispiele für schöne Bäder