Luft-Wasserwärmepumpen werden ebenfalls gefördert, nicht jedoch so hoch die Erdwärmepumpen.
Bild: fy Allen Förderungen ist gemein, dass sie vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) innerhalb des Marktanreizprogrammes (MAP) und des Anreizprogrammes Erneuerbare Energien (APEE) bearbeitet werden. Und wie das so ist mit den Ämtern das kann recht kompliziert sein. Die neue GroKo hat hier aber Besserung versprochen, sprich: Das Antragsverfahren soll vereinfacht werden. Für eine erfolgreiche Förderung sind zudem, Erleichterungen hin oder her, einige Regeln zu beachten, etwa wann der Antrag gestellt werden sollte (seit Beginn dieses Jahres immer vor dem Einbau!!!) und welche Technik in welchen Leistungsklassen verbaut werden darf. Aber das ist den einzelnen Förderprogrammen beim BAFA zu entnehmen (mehr unter www.bafa.de).
Unterschiede zwischen Bestand und Neubau
Im Folgenden wollen wir eine Übersicht über die Förderhöhen geben, und die sind wirklich interessant. Beginnen wir mit der Technologie, auf der nun mal der erfolgreichste erneuerbare Brennstoff im Wärmemarkt beruht – Holzheizungen. Für Pelletöfen mit Wassertasche, also solchen, die im heimeligen Wohnzimmer aufgestellt werden und die Heizung mit unterstützen, gibt es gut 2.000 Euro. Für Pelletkessel sind es sogar 3.000 Euro. Bei Holzhackschnitzelheizungen sind es, auch aufgrund der Leistungsgröße und der damit verbundenen höheren Investition, 3.500 Euro. Scheitholzvergaser – eine eher seltene Technik – wird mit 2.000 Euro gefördert. Noch einmal 1.000 Euro für alle genannten Technologien gibt es, wenn sie mit Partikelabscheidern ausgerüstet werden. Diese Regel gilt aber nur für den Bestand. Im Neubau bleibt es bei den zuerst genannten Fördersätzen.
Solarthermie: Die Größe macht es
Auch Solarthermie kann sich, zumindest bei nachträglicher Installation, üppiger Förderungen erfreuen. 500 Euro bekommt man für eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung, bis zu 2.000 Euro für eine, die die Heizung mit unterstützt. Da bei Solaranlagen die Effizienz sich vor allem um die Größe dreht, werden größere Anlagen ab 20 m2 auch besser gefördert. Sie beträgt hier 100 Euro je Quadratmeter bei Warmwasserbereitung und 200 Euro bei Heizungsunterstützung. Das gilt für den Bestand. Im Neubau betragen die Fördersätze 75 beziehungsweise 150 Euro.
Nun noch zur Wärmepumpe. Luft-Wasser-Wärmepumpen, die den größten Marktanteil haben, werden im Bestand mit 1.300 Euro gefördert, bei Sole- oder Erdwärmepumpen sind es 4.000 Euro. Das ist immerhin in beiden Fällen gut ein Viertel der Investition. Sind die Anlagen besonders effizient, gibt es für erstere sogar 1.950 Euro und für letztere 6.000 Euro. Im Neubau gelten hier übrigens die gleichen Fördersätze.
Eine sehr gute Übersicht über die Fördermöglichkeiten findet sich hier.
Das war der letzte Teil unserer Serie. Wir hoffen wieder auf Ihr Interesse und bitten um rege Diskussion in unserem Forum. Bisher erschienen:
1 Erneuerbare Energien im Wärmemarkt – eine Übersicht
2 Rechtliche Voraussetzungen
3 Holz im Wärmemarkt I - Kaminholz
4 Holz im Wärmemarkt II - Pellets
5 Holz im Wärmemarkt III - Holzbriketts
6 Holz im Wärmemarkt IV - Hackschnitzel
7 Bioheizöl und Biogas
8 Solarthermie
9 Heizen mit PV-Strom via Wärmepumpe
10 Förderungen