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OldBo
31.01.2012
Bei einem Geysir tritt das Wasser durch schwache und starke Eruptionen an die Geländeoberfläche aus. Diese können regelmäßig und unregelmäßig auftreten. Sie werden in heiße und kalte Geysire unterteilt.
Der Geysir Strokkur ("Butterfass")
 Der Geysir Strokkur ("Butterfass")
Quelle: Dietmar Schäffer - iceland.de
Kalter Geysir in Andernach
 Kalter Geysir in Andernach
Quelle: Geysir.info gGmbH
Bei einem Geysir tritt das Wasser durch schwache und starke Eruptionen an die Geländeoberfläche aus. Diese können regelmäßig und unregelmäßig auftreten. Sie werden in heiße und kalte Geysire unterteilt.

Die Voraussetzung für einen heißen Geysir sind ein Grundwasserleiter, eine Wärmequelle (Plume), ein Reservoir (Wasserspeicher- bzw. -kammer) und ein Leitungssystem mit Verengung zur Geländeoberfläche.
Das versickernde Wasser sammelt sich in einer Kammer (Reservoir) und wird durch die Wärme einer Magmakammer auf über 100 °C erhitzt. Der Druck der in dem Leitungssystem befindlichen Wassersäule verhindert eine Dampfbildung, die erst stattfindet, wenn der Siededruck überschritten wird. Die sich bildenden Dampfblasen steigen durch die Engstellen nach oben und drücken einen Teil der Wassersäule nach außen. In diesem Moment sinkt der Druck im Leitungssystem stark ab und das überhitzte Wasser geht schlagartig in Dampf über. Dadurch können Fontänen bis zu 83 m Höhe (Yellowstone-Nationalpark) entstehen. Die Eruptionshöhe ist hauptsächlich von der Form der Geysiröffnung abhängig.

Ein "kalter" Geysir wird durch Kohlenstoffdioxid (CO2) aktiviert, das aus Magma-Vorkommen in großer Tiefe austritt. Das Gas trifft in mehreren hundert Metern unter der Erdoberfläche auf tiefe Grundwasserschichten. Durch den hohen Druck in diesem Bereich kann sich eine sehr große Menge an CO2 in dem rund 25 °C warmen Wasser lösen. Wenn der kritischen Punkt erreicht ist, an dem kein CO2 mehr gelöst werden kann, steigt das überschüssige Gas durch Risse und Klüfte im Gestein, die mit Wassergefüllt sind, nach oben. Aufgrund des geringer werdenden Druckes vergrößern sich die Gasbläschen, dehnen sich aus und verdrängen das Wasser nach oben. Diese Gasblasen reißen das Wasser mit sich in die Höhe und der Geysir bricht aus. Der Kaltwasser-Geysir in Andernach baut eine stetig höher wachsende Wasserfontäne auf, die in Spitzen schließlich bis zu 60 m Höhe erreicht.
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