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Dichtheitsprüfung von RLT-Anlagen

Autoren
OldBo
22.12.2016
Planer und ausführende Firmen streiten immer wieder über die Notwendigkeit einer Dichtheitsprüfung des Leitungssystems einer RLT-Anlage, zu denen auch die kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) gehört. Durch Leckagen in dem Leitungssystem und an den Bauteilen kann es in schlecht ausgeführten Anlagen vorkommen, dass ca. 33 % der für den jeweiligen Raum ausgelegten Luftmengen dort nicht ankommen.
Dichtheitsprüfgerät LT 510
 Dichtheitsprüfgerät LT 510
Quelle: Lindab GmbH
Baustellen-Leckagetest
 Baustellen-Leckagetest
Quelle: Lindab GmbH
Leckprüfgerät P.A.N.D.A
 Leckprüfgerät P.A.N.D.A
Quelle: Airflow Lufttechnik Gmb
Planer und ausführende Firmen streiten immer wieder über die Notwendigkeit einer Dichtheitsprüfung des Leitungssystems einer RLT-Anlage, zu denen auch die kontrollierte Wohnungslüftung (KWL) gehört. Durch Leckagen in dem Leitungssystem und an den Bauteilen kann es in schlecht ausgeführten Anlagen vorkommen, dass ca. 33 % der für den jeweiligen Raum ausgelegten Luftmengen dort nicht ankommen. Was aber spätestens bei dem pneumatischem Abgleich bemerkt werden kann. Zu dem Zeitpunkt sind aber die Luftleitungen evtl. nicht mehr zugänglich. Daraus ergibt sich logischerweise, dass eine Dichtheitsprüfung durchgeführt werden sollte.

Nach der VOB Teil C - DIN EN 18379 - 3.2.7.1 müssen alle Verbindungen der Luftleitungen entsprechend den Betriebsbedingungen luftdicht und stabil sein, aber nach 4.2.14 sind Dichtheitsprüfungen von luftführenden Anlagenteilen "besondere Leistungen", die extra beauftragt und entsprechend vergütet werden müssen. Dazu müssen nach 3.2.7.2 entsprechende verschließbare Messöffnungen vorhanden sein.

Die DIN EN 13779 - "Lüftung von Nichtwohngebäuden – Allgemeine Grundlagen und Anforderungen an Klima- und Lüftungsanlagen" gibt zulässige Leckverluste von 2 % vor. Dieser Wert muss bei der Abnahme der Anlage bestätigt werden. Aber auch in Wohngebäuden sollten die Leckverluste nicht über 6 % liegen.

Dichtheitsprüfungen, wenn sie beauftragt sind, sollten grundsätzlich dann durchgeführt werden, solange die gesamte Dichtheit prüfbar ist und erforderliche Reparaturen bzw. Nachbesserungen noch problemlos durchgeführt werden können. Also sollten die Messungen des Leckluftstromes während der Montage der Anlage an ausreichend großen Teilstrecken des Systems oder bei kleineren Anlagen (KWL) nach Beendigung der Montage und vor dem Verdecken des Leitungssystems durchgeführt werden.

Zur Dichtheitsprüfung sind alle Öffnungen des Systems zu verschließen. Ein Leckprüfgerät (Ventilator) wird  über eine Volumen-strommesseinrichtung (kalibriertes Drosselgerät) angeschlossen. Der Prüfdruck kann 200 Pa, 400 Pa oder 1000 Pa als Überdruck bei Zuluftleitungen oder als Unterdruck bei Abluftleitungen betragen. Der Prüfdruck sollte so gewählt werden, dass er in der Mitte des mittleren Betriebsdruckes liegt. Für eine Abweichung vom mittleren Betriebsdruck, der nach DIN EN 12599 zulässig ist, wird eine Umrechnungsformel angegeben. Die EUROVENT 2/2 schreibt die Aufrechterhaltung des gewählten Prüfdruckes ± 5% für 5 Min. vor. Zur Ermittlung der Leckluftrate ist die Luftleitungsoberfläche nach DIN EN 14239 zu ermitteln. Zertifizierte Leckprüfgeräte rechnen den Wert automatisch aus.

Damit keine Messfehler auftreten, dürfen die Öffnungen des Luftleitungssystemes nicht mit Folien oder  Klebebändern verschlossen werden. Fachgerechte Verschlüsse sind reinigungsfreundliche Revisionsöffnungen und (Luftdurchlass-)Anschlusskästen für das Einsetzen von Absperrballons oder für eine Weiterverwendung geeignete Enddeckel. Bei runden Luftleitungen sind aufblasbare Absperrballons verwendbar, bei eckigen Luftleitungen können praktisch nur Endböden zum Verschließen angebracht werden. Der Anschluss des Leckprüfgerätes kann über einen vorbereiteten Enddeckel oder ein Reduzieranschlussstück erfolgen. Diese können auch bei den Luftauslässen angeschlossen werden.

Wenn die Leckluftmenge zu hoch ist, sind zuerst alle verschlossenen Luftleitungsenden genau zu überprüfen. Anschließend  ist eine Sichtkontrolle der verlegten Luftleitungen und Verbindungsstellen durchzuführen. Dabei können  Rauchpatronen das Aufspüren von Leckagestellen.erleichtern.

Über die Prüfvorgänge muss ein Protokoll erstellt werden.

Dichtheitsklassen
Klassifizierungen nach DIN EN 13779 (identisch mit DIN EN 12237 und DIN EN 1507), EUROVENT 2/2, DIN 24194 Teil 2
 Klassifizierungen nach DIN EN 13779 (identisch mit DIN EN 12237 und DIN EN 1507), EUROVENT 2/2, DIN 24194 Teil 2
Quelle: Lindab GmbH
Die Dichtheit einer Lüftungsanlage wird in verschiedenen Normen inform von Dichtheitsklassen (DIN EN 13779 [identisch mit DIN EN 12237 und DIN EN 1507], EUROVENT 2/2, DIN 24194 Teil 2) festgelegt.
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Mala1986 schrieb: Hej Gunar, danke für deine Antwort! Du machst mir Mut das DOM bald wieder auftaucht! Ich habe echt keine Ahnung was Sache ist und was der Techniker da bei mir jetzt umgestellt hat, aber sicher ist...
Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast du dich schonmal mit deiner Anlage und deiner Regelung beschäftigt Wie...
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