Schon vor
über 2000 Jahren wurden in den Aquädukten der Römer und im gesamten Mittelmeerraum
Wasserleitungen u.a. auch aus
Holz gebaut. Dabei handelt es sich um die älteste Bauweise zur Beförderung von
Wasser. Zuerst wurden die Holzrohre aus
ausgebohrten Baumstämmen hergestellt, die mit
Eisenringen zu einer Leitung verbunden wurden.
Die
Holzrohre werden auch heutzutage noch bzw. wieder für den Transport der Wässer in
Wasserkraftwerken eingesetzt. Hierbei steht im Vordergrund, dass Holz ein ökologisches Produkt ist.
Holzrohre, die eingesetzt werden, sind
Holzdaubenrohre. Das Prinzip ist relativ einfach. Das Holzrohr ist aus vielen, gegeneinander versetzten Bohlen zusammengefügt. Die Bohlen werden mit
Stahlringen (Spannringen) zusammengehalten. So entsteht ein leichtes, endloses Rohr ohne durchgehende Stöße. Die
Rohre werden in einem Graben auf Kies verlegt oder oberirdisch auf Böcken aus Holz oder
Beton gelagert.
Holzrohre werden aus Eiche oder Ulme und wegen des hohen Harzgehaltes auch aus Kiefer, Lärche oder Douglasie hergestellt. Sie sind auch gegen Säuren, Laugen und andere aggressive Stoffe resistent.
Druckrohrleitungen aus Holz werden mit einen Druck von ca. 5 bar betrieben, was in etwa dem Druck einer
Trinkwasserleitung bzw. 50 m Fallhöhe entspricht, haben eine
Lebensdauer zwischen
60 und
100 Jahren. Nur äußere Witterungseinflüsse (
Sonneneinstrahlung) und eine Entleerung des
Rohres über einen längeren Zeitraum setzen die Lebensdauer des Holzes herab. Die
Reibungsverluste bei Holzdruckrohrleitungen minimieren sich bei zunehmender Betriebdauer durch einen
Biofilm, der sich im Inneren der Leitung bildet, im Gegensatz zu
Stahl- oder
Betonrohren.
Reparaturen an der Holzleitung sind jederzeit möglich, weil einzelne Bohlen (Bretter) einfach auswechselt werden können.