Wenn
Wasser bei
konstantem Druck bis zum
Siedepunkt erwärmt wird beginnt die Verdampfung. Diese Verdampfungstemperatur (Siedepunkt) ist abhängig vom Druck, der auf der
Wasseroberfläche vorhanden ist. Die zugeführte
Wärmemenge (bis zum Erreichen der Verdampfungstemperatur) wird ausschließlich zur
Temperaturerhöhung benötigt. Wird zusätzlich
Wärme zugeführt, steigt zunächst die
Temperatur nicht weiter an, sie ist ausschließlich erforderlich für die Umwandlung des
Wassers in den dampfförmigen Zustand. Der dabei entstehende
Dampf wird als
Sattdampf oder
gesättigter Dampf bezeichnet.
Bei dem Druck p
abs = 1,013 bar liegt die
Verdampfungstemperatur bei t = 100 °C. Bei p
abs > 1,013 bar liegt sie höher und bei p
abs < 1,013 bar wird sie kleiner 100 °C. Zu jedem Druck p
abs ist also eine bestimmte Siedetemperatur t
s zugeordnet.
Als
Flüssigkeitswärme Q bezeichnet man die
Wärmemenge, die für die Erwärmung von 1 kg
Wasser von 0 °C bis zur Siedetemperatur t
s erforderlich ist.
Die
Verdampfungswärme r ist die
Wärmemenge, die erforderlich ist, um 1 kg
Wasser mit der Siedetemperatur t
s in den dampfförmigen Zustand überzuleiten.
Die
Erzeugungswärme des Sattdampfes ist die Summe aus Flüssigkeitswärme Q und
Verdampfungswärme r.