Eine kostengünstige Alternative zum Austausch der normalen Scheiben gegen Verbund-Sicherheitsglas (VSG), das als Einbruchschutz üblich ist, kann das Nachrüsten mit einer nach DIN EN 356 P2A geprüften Sicherheitsfolie sein. Diese wird in der Regel nachträglich auf die innere Scheibe aufgebracht. Sie ist kratzunempfindlich und bildet mit dem transparenten Kleber mit der Glasscheibe eine feste Einheit.
Bei einem Angriff, z. B. auf eine 2-Scheiben-Verglasung, zersplittert zunächst die äußere Scheibe. Die mit der Schutzfolie ausgestattetet zweite Scheibe kann zerbrechen, wird aber nicht in sich zusammen fallen. Auch ein zweiter und dritter Versuch wird erfolglos bleiben, weil der Verbund aus Scheibe und Sicherheitsfolie zusammenhalten.
Sicherheitsfolien werden von innen auf die Scheiben Ihrer Fenster, einer Balkon- oder Terrassentür und im Objektbereich auf größere Schaufensterscheiben geklebt. Sie müssen durchwurfhemmend entsprechend DIN 52290 oder mit P2A / P4A nach EN 356 geprüft sein.
Bei einem Fenster mit Isolierverglasung, dessen Innenscheibe nachträglich mit Sicherheitsfolie beschichtet wurde, geht beim Angriff von außen zunächst die äußere Scheibe kaputt. Sie verursacht das typische Scheibenbruchgeräusch und eine Menge Glassplitter.
Die Innenscheibe bleibt, obwohl auch sie beim Aufprall bricht, in ihrer Position im Fensterrahmen stehen. Auch bei weiteren Angriffen wird die Sicherheitsfolie die Scheibe zusammenhalten und vor dem Zerfall schützen. Der Einbruchschutz ist gegeben. Mit einfachem Werkzeug wird dem Einbrecher ein Durchbruch nur schwer gelingen.