Bei der Lokalisation von Leckstellen ist der Einsatz von Korrelatoren ein Standardverfahren der Leckortung. Dabei werden die Geräusche einer Leckstelle zeitgleich von zwei Mikrofonen aufgenommen und die Laufzeitdifferenz wird berechnet. Für die Ermittlung des Abstands der Leckage von den beiden Messpunkten sind auch die Rohrleitungslänge und die Schallgeschwindigkeit von erheblicher Bedeutung. In einem bestimmten Rohrleitungsabschnitt wird über die Berechnung der Schallgeschwindigkeit ein oder mehrere Leckagen zugeordnet.
Die Korrelatoren werden bei verschiedenen Messverfahren eingesetzt.
- Kompaktes rechnergestütztes System mit analoger Mikrofontechnik
- Kombinationsgerät aus Korrelator und elektroakustischem Wasserlecksuchgerät
- Professioneller PC-Korrelator mit digitaler Mikrofontechnik
Korrelator für die rechnergestützte Ortung
Korrelatoren arbeiten unabhängig von der Lautstärke der Leckgeräusche. Dadurch ist das Messverfahren unempfindlich gegen Umweltgeräusche. So kann auch im Gegensatz zu dem elektroakustischen Verfahren an stark befahrenen Straßen während des Tages erfolgreich korreliert werden. Auch die Verlegetiefe, Oberfläche, Art des Bodens oder störende Umweltfaktoren (z. B. Wind oder Regen) haben keinen Einfluss auf die Genauigkeit des Messergebnisses. Zugleich ist der Erfolg bei der Lecksuche nicht mehr vom Gehör und der Erfahrung des Anwenders abhängig.
Korrelator und elektroakustisches Wasserlecksuchgerät
Durch die Kombination elektroakustischer Wasserlecksuche oder Korrelation werden die Stärken bzw. Vorteile beider Verfahren eingesetzt. Dadurch wird die Sicherheit, die Leckstelle genau zu orten, auf das maximal erreichbare Niveau angehoben.
Professioneller PC-Korrelator mit digitaler Mikrofontechnik
Durch die vollständig digitale Signalverarbeitung und Signalübertragung werden Störungen, wie sie bei herkömmlichen Korrelatoren häufig zu Problemen führen, weitgehend vermieden.
Beim Digitalfunk spielt das bekannte Rauschen von Funkstrecken keine Rolle. Auch die enge Bandbreite analoger Module stellt keinen Engpass mehr dar. Die aufgenommenen Leckgeräusche werden bereits im Mikrofon digitalisiert und Rückkopplungen über die Kabel so eliminiert. Dies bringt besonders auf Kunststoffleitungen erhebliche Vorteile, auf denen die vom Leck ausgehenden Geräusche sonst in aller Regel sehr schlecht fortgeleitet werden und daher sehr leise sind. Das Ergebnis ist eine verbesserte Ortungsweite von Lecks auf nicht-metallischen Rohrleitungen, wie sie heute immer mehr in Wasserrohrnetzen vorhanden sind.
Zur Auswertung der Messungen können Notebooks und Desktop-PCs aber auch Tablet-PCs oder Feldnotebooks, die speziell für den Einsatz unter widrigen Bedingungen konzipiert wurden. Durch die Verwendung des USB-Standards kann das System problemlos mit den Rechnern verbunden werden.