Ein E-Motorrad wird von einem Elektromotor angetrieben, der von einer Batterie oder einem Akkupack gespeist wird. Sie haben gegenüber den Motorrädern mit Verbrennungsmotor keinen so leistungsstarken Motor und keinen Auspuff, dessen "Geräusche" den "Bikern" sicherlich fehlen wird, aber den Anwohnern an den typischen Bikerrouten wird es freuen. Außerdem brauchen die E-Motorräder keine Flüssigkeiten (Öl oder KÜhlflüssigkeit) und haben weniger bewegliche Teile, dadurch sind sie in der Regel wartungsärmer.
Der Antrieb des E-Motorrads erfolgt nahezu geräuschlos, das zu einem ruhigeren und entspannten Fahrerlebnis führt und sicherlich gewöhnungbedürftig ist. Und sie erzeugen keine Emissionen. Außerdem sind sie oft mit innovativen Technologien ausgestattet (Smartphone-Integration, einer Navigation und einer Vielzahl von Sicherheitsfunktionen).
Das Aufladen der Batterie kann auf verschiedene Arten (an einer Steckdose oder speziellen Ladestationen) erfolgen. An Schnellladestationen kann die Batterie in kürzester Zeit aufgeladen werden. Besonders bequem sind Modelle, die über austauschbare Batterien verfügen, die einfach gegen eine vollständig aufgeladene Batterie ausgetauscht werden können.
E-Motorräder erreichen je nach dem Modell Geschwindigkeiten von 45, 80 oder 120 aber auch bis zu 250 km/h und haben abhängig der Fahrweise Reichweiten bis zu 400 Kilometer.
Die Leistung des E-Motorrades bestimmt, welchen Führerschein zum Fahren der Maschine benötigt wird.
• Klasse A1 (ab 16 Jahren): Nennleistung höchstens bei 11 Kilowatt (entspricht einem Hubraum mit maximal 125 ccm)
• Klasse A2 (ab 18 Jahren): Nennleistung bei maximal 35 Kilowatt (entspricht einem Hubraum über 125 ccm)
• Klasse A (ab 24 Jahren bei Direkterwerb, ab 20 Jahren mit Vorbesitz der Klasse A2): Keinerlei Beschränkungen bezüglich Leistung (und Hubraum)
• B196: Erweiterung des Autoführerscheins; Elektro-Zweiräder mit bis zu 11 kW Leistung (entspricht einem Verbrenner-Zweirad mit 125 cm³)
Inzwischen gibt es auch E-Hybrid-Motorräder (Voll-Hybrid), die evtl. den Einstieg der "Biker" in die E-Technik erleichtern. So will z. B der japanische Motorradhersteller Kawasaki mit einem Hybrid-Streetbike eine weitere klimafreundliche Option bieten, die immerhin einen reduzierten Treibstoffverbrauch aufweist. Die Kawasaki Ninja 7 Hybrid wird von einem 451 cm3 Zweizylinder-Motor mit 43,5 kW, kombiniert mit einem 9 kW Elektromotor angetrieben.
Bei der Maschine besteht die Wahlmöglichkeit zwischen den drei Fahrstufen Sport, Eco oder Elektrobetrieb (auf kurze Strecken bei reduzierter Geschwindigkeit beschränkt). Da keine Kupplung betätigt werden muss, braucht der Fahrer nur am Gashebel drehen. Ein ABS gewährleistet eine stabile und zuverlässige Bremsleistung. Außerdem gibt es eine Start-/Stopp-Funktion, die den Verbrennungsmotor beim Anhalten ausschaltet. Das Getriebe wird dabei automatisch in den ersten Gang geschaltet, um jedes Problem beim Anfahren auszuschließen. Ein Walk-Modus ermöglicht komfortables Schieben des Fahrzeugs (mit Rückwärtsgang) beim Einparken oder Manövrieren. Die Smartphone-Konnektivität ermöglicht über die RIDEOLOGY-App den Zugiff auf zahlreiche Funktionen und Einstellungen des Bikes.