Zweikanal-Klimaanlagen verfügen über
zwei getrennte Zuluftkanäle für Warm- und Kaltluft. Sie werden vor alle Dingen in modernen Hochhäuser mit geringer
Wärmedämmung und gleichzeitig wechselnden Kühl- und Heizlasten eingesetzt.
Zu jedem Raum gehört ein
Mischluftkasten, in dem durch das Mischungsverhältnis die erforderliche
Zulufttemperatur eingestellt wird. Die
Zuluftzustände im Warmluft- bzw. Kaltluftkanal müssen so beschaffen sein, dass im Raum mit höchster Heiz- bzw.
Kühllast die geforderte Raumlufttemperatur aufrechterhalten werden kann. Der Feuchtegehalt kann nicht individuell für einzelne Räume geregelt werden. Um bei der Mischung den
Zuluftfeuchtegehalt nicht zu verändern, ist es vorteilhaft, in beiden
Zuluftkanälen die gleiche
Luftfeuchte zu fahren. Wenn es erforderlich ist, so können zusätzliche Befeuchtungsgeräte in den einzelnen Räumen installiert werden.
Wegen des großen Platzbedarfs der
Luftkanäle werden Zweikanal-Klimaanlagen meistens als Hochgeschwindigkeitsanlagen ausgelegt. Bei Anlagen mit variablen Volumenströmen lassen sich
Energiekosten sparen.