Rückschlagventile werden in die Rohrleitungen von
Kälteanlagen eingebaut, um die Strömung des
Kältemittels nur in eine Richtung zu gestatten. Unerwünschtes Rückströmen von
Kältemittel wird dadurch verhindert. Man verwendet sie z.B., um bei Mehrtemperaturanlagen ein Rückverflüssigen des
Kältemitteldampfes vom warmen zum kalten
Verdampfer zu vermeiden.
Unerlässlich ist der Einbau bei Anlaufentlastungen in der Druckleitung zwischen Verflüssiger und Verdichter nach dem Abgang zum
Magnetventil für die Anlaufentlastung. Dadurch wird vermieden, dass beim Anlauf
Kältemittel vom Verflüssiger zur Saugseite des Verdichters strömt. Verdichter in Verbundkälteanlagen erhalten in der Druckleitung ein Rückschlagventil, um sie im Stillstand vor Rückkondensation von
Kältemittel zu schützen.
Rückschlagventile für Druckleitungen müssen eine gute Dämpfung (verstärkte Feder) haben, um Schwingungen und Schlagen des Ventilkegels zu vermeiden. Zu gross ausgelegte Rückschlagventile führen zu starken
Geräuschen in der Druckleitung, da es zu Gaspulsationen kommt. Das Rückschlagventil darf nicht nach der Dimension der Druckleitung bestimmt, sondern muss exakt berechnet werden. Rückschlagventile werden als Durchgangs- oder
Eckventile in Bördel- oder Lötausführung angeboten.