Die Wandung des Heizrohres hat entsprechend ihrer Dicke und ihres
Wärmeleitkoeffizienten eine Widerstand, der bislang nicht berücksichtigt wurde. Da der gesamte
Wärmestrom über die mittlere Oberfläche des Heizrohres übertragen wird, kann man näherungsweise einen ebenen Leitzustand zugrundelegen. Auf 1m
2 Fußbodenfläche sind (1 / I
R) m Rohr untergebracht, mit einer Gesamtoberfläche von
AR = ( 1 / lR ) · π (d – s) = ( π (d – s) ) / lR
Der
Wärmestrom durch die Rohrwand ist
QR = (λR / s) · (π (d – s))/IR · (tHm – t0)
(tHm = mittlere Heizwassertemperatur).
Daraus ergibt sich die
Temperatur im Heizrohr t
Hm zu
tHm = t0 + ((q · lR) / (π · λR)) · ( s / (d – s))
(q = qB + qD )
Für q ist die Summe q
B + q
D einzusetzen, weil auch der nach unten gerichtete
Wärmestrom einen
Temperaturabfall in der Rohrwandung bewirkt. Verwenden wir im vorangegangenen Beispiel ein Heizrohr PE-X 20 x 2 mm mit λ
R = 0,38 W / mK und einem Rohrabstand von 15 cm, so ergibt sich in Verbindung mit den bisher ermittelten Größen
tHm = 35,2 + ((47 + 13,4) · 0,15) / (π · 0,38) · (0,002 / (0,02 - 0,002)) = 35,2 + 0,84
tHm = 36,04 °C
Der Unterschied beträgt also nur 0,8 K. Er wird um so größer, je weiter die
Rohre auseinander liegen und je größer die geforderte
Wärmeleistung ist.