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05.09.2013 09:07:57 |
Hi, ich habe jetzt gefühlte Stunden damit verbracht, hier im Forum zu lesen. Leider bin ich nicht wirklich schlauer wie vorher, daher versuche ich mal meine Frage direkt an den Mann zu bringen. Eines vorne weg: Bitte keine wilden Fachbegriffe, sondern so, das ich als Frau das auch verstehe. Danke ;-) Folgende Problematik: Ich wohne in meinem Haus im ausgebauten Dach. Das Haus wurde 1996 aufwendig saniert und 2007 von mir erworben. Über meinem Wohnbereich befindet sich noch sowas wie ein Spitzboden. Dieser wurde bisher als Abstellraum genutzt. Jetzt habe ich da oben alles rausreißen lassen (Holztäfelung, alte Wolle, den alten Fußboden ... eben alles) und der Raum sieht nun aus wie Rohbau. Soweit so gut. Hierbei ist mir nun auch aufgefallen, warum es in manchen meiner Räume im Winter immer so schnell ausgekühlt ist. In der Decke oder vom Spitzboden aus im Boden zwischen den Balken lag nur sporadisch mal etwas Dämmwolle. Mal mehr, mal weniger, mal garnix. Bei den Schrägen im Spitzboden wird nun neue Zwischensparrendämmung, samt zusätzlicher Untersparrendämmung und dann eine Dampfbremse angebracht. Da drauf kommt dann Rigips oder wieder Holz. Und nun kommt meine Frage. Und zwar gab man wohl vor 20 Jahren noch nichts auf Dampfbremsen oder Dampfsperren. Jedenfalls habe ich sowas nicht in der Decke gesehen. Ehrlich gesagt, ist sowas auch in den Schräge nicht angebracht. Einfach Rigips an die Decke/Schrägen und gut war. Da war also jetzt die ganze Zeit ein Hohlraum, da die alte Dämmung nur sporadisch da drin lag in der Zwischendecke. Die Schrägen waren/sind mit Dämmwolle, welche eine Seite Alufolie aufkaschiert hat, an die Sparren getackert. Kann ich jetzt einfach von oben in die Decke 200er Dämmung zwischen die Balken legen ? Nachträglich eine Dampfbremse von unten kommt ja nicht in Frage, da ich von dort nicht rankomme. Geht das so, oder muss ich dann Angst vor Feuchteschäden haben. Oder gibt es dafür eventuell eine andere, einfach Lösung (in Bezug auf die Dampfbremse !)? Oder ist das schlichtweg egal, ob da in der Decke nachträglich irgendwo eine Dampfbremse eingebrachte wird ? War ja schließlich vorher auch keine drin. Ich hoffe ich kommt die Problematik einigermaßen gut beschreiben. Wenn nicht, fragt einfach. Ich versuch´s dann nochmal anders zu beschreiben. MfG Candy
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05.09.2013 11:06:37 |
Zitat von Candy77;1960641Und zwar gab man wohl vor 20 Jahren noch nichts auf Dampfbremsen oder Dampfsperren. [break welche eine Seite Alufolie aufkaschiert hat, an die Sparren getackert
Welchen Einfluss hat wohl Alufolie auf Dampf? Durchlässig eher nicht so ;-) Grundlegend wichtig ist ein von innen nach außen diffusionsoffenerer Aufbau. Ist die Dämmung nach außen hin hinterlüftet reicht oft innen schon die normale Wandverkleidung - gut ist hier z.B. OSB mir passabler Dampfbremswirkung - um Feuchteschäden zu verhindern. Wichtig ist eben dass es nach außen schneller auftrocknen kann als von innen Feuchtigkeit nachkommt. Hierbei ist Luftdichte wichtiger als Dampfbremswirkung, nennesnwerte Feuchtigkeitsmengen kommen eher bei Luftaustausch als nur durch Diffusion zustande. Abgesehen davon wärst du nach EnEV bei den Maßnahmen eh gehalte irgendwo eine Luftdichtschicht herzustellen. Wie auch immer die gestaltet wird.
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05.09.2013 11:49:35 |
Hallo Candy, das ist unproblematisch, wenn die Dämmung nach oben gut belüftet ist und die Decken luftdicht (nicht dampfdicht) sind. Also z.B. einen neuen Dielenboden mit Abstand zur Dämmmug einbauen, so das Dachbodenluft im Spalt durchstreichen kann. Sieht bei meinem Dachboden seit mehr als 10 Jahren mit Zelluloseschüttung ungefähr so aus: (ohne Probleme) u-wert.net, dämmung ohne DampfbremseGrüsse winni
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05.09.2013 13:41:06 |
Hmm, dann fasse ich kurz zusammen. Angedacht war eigentlich folgendes ... in Bezug auf die Decke zwischen bisherigem Wohnraum und Spitzboden. Vom unter her aus dem Wohnraum betrachtet: 1. Rigips (ist ja schon daran) 2. 19mm Kiefernbretter längs im Abstand von ca. 30-50cm sind von unten an den Dachbalken (daran sind die Rigipsplatten geschraubt ... sind ja auch schon vorgegeben) 3. dann sollte die Dämmwolle WLG35 in 200mm zwischen die Balken (die sind genau 200mm dick) 4. da kommt dann die Kiefer Nut und Feder wieder oben drauf (25 oder 30 mm ... weis jetzt nicht genau) 5. eine einfach PE Folie (war auch ursprünglich vorhanden) 6. und zum Schluss neue 28 mm OSB-Platten 7. Teppich oder LaminatDie PE-Folie sollte dann mit der Dampfbremse am Rand (von den Dachschrägen kommend) noch ordentlich verklebt werden, damit der oben neu gewonnene Raum schön dicht ist. Dämmung an den Schrägen stellt ja kein Problem da, was die Ausführung angeht. Mein Problem ist eben die Decke. Ich schlussfolgere aus der hier drüber stehenden Antwort, das es ausreichen sollte/könnte/müsste, das ich keine 200mm Dämmung zwischen die Balken lege, sondern meinetwegen nur 180 oder 190, damit Luft zirkulieren kann. Aber ist die Dämmwirkung dann genauso gegeben, wenn man da Luft lässt? Nach unten zum Wohnraum wohl ja, aber nach oben zum Fußboden im Spitzboden ? Candy
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05.09.2013 14:32:36 |
Da müßten wir zunächst wissen, wie der Raum zukünftig genutzt wird? Hört sich irgendwie nicht mehr nach Lager an, wovon ich ausgegangen bin? Wäre der Spitzboden zukünftig geheizt, wäre der Bodenaufbau ziemlich wurscht. Dann braucht es auch keine Belüftung zwischen oberster Lage und Dämmstoff. Sinn der Belüftung ist, das kein Wasserdampfan der obersten, kalten Lage kondensiert. Die PE-Folie und OSB-Platte sind überflüssig und können nur Probleme machen, wenn oben nicht geheizt wird. Die wirken dann als aussenliegende Dampfbremse, was man i.d.R. vermeiden sollte. Gruss winni
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05.09.2013 14:49:28 |
Wir kommen der Sache näher. ;-)
Mein Fehler. Ich vergaß wohl genau zu erwähnen, das der Ausbau stattfindet, weil ich den Raum wohntechnisch nutzen möchte. Ja, es wird dann da oben geheizt. Heizkörper sind ja auch schon vorhanden, zumindest 2 in der Hälfte die ich nutzen bzw. ausbauen möchte. Mein Vorbesitzer hat den Raum, welcher im übrigen mit ca. 80 qm Grundfläche recht groß ist, wohl auch schon als "Wohnraum" genutzt. Zumindest war ein Teil des Raumes abgeteilt und tapeziert.
Gut, dann sei also festgestellt, das zwischen die Balken 200mm Dämmwolle kann und der Aufbau so stattfinden kann, wie ich es mir gedacht hatte, ohne das ich Feuchteschäden befürchten muss.
Candy
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05.09.2013 15:01:58 |
Ja, wie gesagt, PE-Folie würde ich weglassen. Soll die OSB-Platte wegen Schalldämmung dahin, würde ich die auch weglassen,:-), und lieber Trockenestrichelemte aus Gipsfaser mit Tritt- schalldämmung verlegen. Besseres Laufgefühl und die OSB-Platten knarzen gerne mal in den Fugen beim Laufen. Gruss winni
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05.09.2013 15:27:21 |
Ich würde ja auch gern was anderes nehmen als die OSB-Platten, aber leider sind mir Tockenestrichplatten da oben zu teuer. Und die OSB-Platten sind eh über, weil im Anbau damit was gebaut wurde und das Zeug Palettenweise gekauft werden musste. Eine Frage bleibt aber noch. Warum die PE-Folie weglassen ? War ja ursprünglich auch drin ... was hat man sich dabei den damals gedacht ? Ich für meinen Teil dachte, das ich damit (und der Dampfbremse an den Schrägen) den Raum schön winddicht bekomme und mich so keinerlei Zugluft ärgern kann. Candy
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05.09.2013 16:34:13 |
Ja, was hat man sich bei der Folie gedacht? Keine Ahnung, Dampfbremsen gehören nicht nach aussen.. Ich bin kein Freund davon Baukonstruktionen in Folie "einzuschweissen", wenn nicht notwendig, weil die den Feuchtigkeitsaustausch auch negativ behindern können. Die Sparren-Folie gehört unten an die Decke winddicht angeschlossen, nicht an eine Folienflächen. Diese Folienfläche könnte ja theoretisch auch den Dampfdruck von unten Richtung Zwischensparrendämmung leiten. Ist vielleicht nur theoretisch so, aber gefällt mir gefühlsmässig nicht. Im übrigen gibt es auch spezielle Papiere zur Her- stellung der Windichtigkeit, die Du auslegen könntest. Oder wenn unbedingt Folie, dann eine "Feuchteadaptive". Gruss winni
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05.09.2013 16:48:31 |
noch vergessen:
Sollte oben mal nicht mehr geheizt werden, ist die PE-Folie Mist, weil zum kalten Bereich. Ebenso die OSB-Platte. Es könnte an diesen Schichten Feuchtigkeit kondensieren.
Allerdings ist das in Praxis wahrscheinlich kein echtes Problem, da die Sparrendämmung ein zu starkes Absinken der Raumtemperatur im Spitzboden wohl verhindern könnte, denke ich.
Gruss
winni
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29.12.2014 23:11:47 |
Hallo Ich habe ein problem was scheinbar größer ist als es aussieht. Ich habe ein haus gekauft. Bj 1903 das eg ist voll saniert. Das og ist fast voll renoviert. Dach wurde 1997 neu eingedeckt. Mein problem ist nun das eine gaube im bad neu gemacht wurde. Ich muss das jetzt fertig machen. Der aufbau der Gaube von ausen nach innen ist: Pappschindeln , einfache unbesandete dachpappe , unterspannbahn, osb platte und eine 12 cm steinwolle dämmung. Das dach : dachziegel , konterlattung , 2 bis 3 lagen dachpappe , schalbretter , 16 cm sparren mit steinwolle dazwischen. Ständerwerk für gibskarton ist da. Auch dampfsperre bzw bremse mit einem grünen klabeband. Ich müsste jetzt nurnoch die folie dran machen und gibskarton dran. Aber wie schliese ich die folie dicht an die bestehende dachschräge an . Da sind konterlatten dran geschraubt für gibskarton. Unter dem restlichen dach ist keine dampfsperre also wäre die gaube das einzige mit folie. Ich hoffe das ich es verständlich geschrieben habe. Ich hoffe nicht alles rückbauen.
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31.12.2014 00:36:34 |
Das muss so ausgeführt werden, dass keine Raumluft eindringen kann. Also so verkleben, dass die Folie luftdicht zum Innenraum abschließt.
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