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OldBo
10.09.2015
Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Meinung spricht nichts gegen Dielen auf Fußbodenheizungen oder Fußbodentemperierungen. Außerdem ist der Dielenboden im Gegensatz zum Fliesenboden fusswarm, was besonders dann vorteilhaft ist, wenn die Heizung nicht in Betrieb ist.
Eiche-Massivholzboden
 Eiche-Massivholzboden
Quelle: Bosy
Restaurierter Dielenboden
 Restaurierter Dielenboden
Quelle: Bosy
pur natur Dielen mit JOCO Klimaboden Top 2000
 pur natur Dielen mit JOCO Klimaboden Top 2000
Quelle: Phoenix Metall GmbH / JOCO
Auch ein Dielenboden ist in Verbindung mit einer Fußbodenheizung möglich. Hier sollten nur Massivholzdielen z. B. in schwimmender Verlegetechnik verwendet werden. Die Wärmeabgabe eines Holzdielenbodens wird durch den Wärmedurchlasswiderstand des Holzes definiert. Bei der Wärmeleitfähigkeit spielt die Dichte des Holzes eine große Rolle. Hartholz leitet um ein Drittel besser als Weichholz.

Fichte, Kiefer, Tanne - λ 0,130 W/(m K)
Buche, Eiche - λ 0,180 W/(m K)

Um eine ausreichende Wärmeabgabe an den zu beheizenden Raum zu erreichen, soll der Wärmeleitwiderstand des Bodenbelages möglichst nicht größer als Rλ = 0,15 (m2 K) / W sein.
Hier gelten die gleichen Grundätze, die bei Parkettfußböden zu beachten sind.

Im Gegensatz zu einem kleinformatigen Holzboden (Parkett) besteht ein großformatiger Holzboden aus breiten und langen Vollholzdielen, die stoß- und fugenfrei verlegt werden. Diese Dielen gibt es in verschiedenen Breiten, Längen, Ausführungen und Holzarten (Nadelholz [Kiefer, Lärche, Fichte bzw. Tanne, Douglasie], Hartholz [Eiche, Buche, Ahorn, Esche]) verwendet.
Üblich sind

- massive Dielen (Bretter), die zwischen (15) 20 bis 50 mm dick sind und eine Breite ab 80 mm haben. Ab einer Dicke von weniger als 40 mm bezeichnet man die Diele als Brett und über 40 mm als Bohle.
- zwei- oder mehrschichtig aufgebaute, großformatige Holzelemente (Landhausdielen).

Vorteile von Dielenböden
- fußwarm
- feuchteregulierend
- langlebig
- abschleifbar
- hygienisch
- pflegeleicht
- rustikale Optik

Nachteile von Dielenböden
- für Fußbodenheizung nur bedingt geeignet
- Riss- und Fugenbildung möglich
- Trittschallübertragung
- hoher Bodenaufbau
- aufwändige Verlegung
- nicht für den Nassbereich geeignet

Aufgrund der jahreszeitlichen Feuchte- und Temperaturschwankungen in der Raumluft passt sich das Holz diesen Verhältnissen an. Besonders während der Heizzeiten mit der oftmals sehr niedrigen Raumluftfeuchte schwindet das Holz und quillt in einer feuchten Umgebung auf. Dadurch können Fugen und Risse in den Dielen entstehen. Deswegen sagt man, dass das Holz "arbeitet". Die Dielen sollten eine Holzfeuchte von ca. 10 % haben.

Im Gegensatz zu der heutigen Verlegetechnik, bei der die Dielen schwimmend, mit elastischem Klebstoff oder auf einer Unterkonstruktion aus Lagerhölzern verlegt werden, wurden früher die Dielen direkt auf die Deckenbalken genagelt und übernahmen außerdem als Verbundfläche eine statisch aussteifende Funktion im Hausbau. Dies führte zu Luftschall- und Trittschallübertragungen, die man in den anderen Stockwerken hörte. Außerdem zog die Luft durch die Decke.

Heutzutage wird die komplette Fläche mit einer Trittschalldämmung auslegt oder die Lagerhölzer wurden auf der Unterseite der Dielen mit Dämmmaterial ausstattet. Damit der Dielenboden nicht aufquillt, kann eine feuchtigkeitssperrende PE-Folie verlegt werden.
Wenn die Dielen nicht vorbehandelt sind, sollten sie nach dem Verlegen mit Lack, Lasur oder Öl versiegelt werden.

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derjoerg schrieb: Ich danke allen für die vielen Antworten, wesentlich in meinem Fall scheint zu sein, dass ich aus dem System Eigentumsflasche...
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