Eine
Druckausgleichsarmatur wird dann notwendig, wenn sich Heizöl in Leitungsabschnitten bei der
Erwärmung durch die Umgebungstemperatur (z. B.
Heizraum, Kanäle mit wärmeführenden
Rohren)
ausdehnen kann.
Dieser Fall kann eintreten, wenn im/am Tank ein
Fußventil, ein
Rückflussverhinderer in der Entnahmearmatur oder eine
Hebereinrichtung (
Magnetventil) eingebaut ist. Bei einem
Brennerstillstand dehnt sich das
kalte Öl aus und baut einen Druck auf, der Leitung und Bauteile belasten oder zerstören kann. Es können auch Funktionsstörungen an dem Sperrventil, Hebereinrichtung,
Magnetventil und den Verbindungsstellen auftreten, die zu Betriebsstörungen des Brenners führen.
Die Druckausgleichsarmatur nimmt das sich ausdehnende Heizöl auf, indem ein
federbelastete Kolben ausweicht. Ein austretender Stift zeigt die Ausdehnung an.
Beim Einschalten des Brenners wird das Öl wieder in die Leitung zurückgegeben. Diese Armatur ist mit der Funktion eines
Membrandruckausdehnungsgefäßes (MAG) in
Wassersystemen vergleichbar.
Das Leitungsvolumen gibt die Auslegung dieser Armatur vor.