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Autoren
OldBo
12.01.2019
Während der Dauerfrostperioden mit Nachttemperaturen unter -15 °C und Tageshöchstwerte von -5 °C frieren immer wieder Trinkwasser- und Heizungsleitungen, aber auch Solarleitungen, ein.
Rohre in der Abseite
 Rohre in der Abseite
Quelle: Bosy-online

Während der Dauerfrostperioden mit Nachttemperaturen unter -15 °C und Tageshöchstwerte von -5 °C frieren immer wieder Trinkwasser- und Heizungsleitungen, aber auch Solarleitungen, ein.

Die VDI-Richtlinie 2069 - Einfrierschutz von wasserführenden Leitungen – ist für die Planung, den Bau, das Betreiben und das Instandhalten von wasserführenden Systemen in frostgefährdeten Bereichen anzuwenden.

Das Einfrieren ist ein langsamer Prozess, der zur Bildung eines Eispfropfens führt. Erst wenn dadurch keine Fließbewegung mehr möglich ist, friert die Leitung auf der gesamten Länge ein. Besonders kritisch ist das Einfrieren von Leitungen von zwei Seiten oder in abgesparrten Leitunggsabschnitten. Hier entstehen hohe Drücke (bis 900 bar) im noch flüssigem Medium, die zum Platzen der Rohre und besonders von Verbindungsstellen führen können. Jedes Einfrieren setzt eine längere Stagnation des Wassers voraus.

Wenn wasserführende Leitungen durch außenluftbelüfteten Abseiten hinter den Kniestöcken verlegt werden, so sind diese Leitungen besonders gefährdet. Fehlerhafte Rohrdämmung führt zu dem Einfrieren von 2 Seiten.

Gartenzapfstellen frieren von Außen nach Innen ein. Dies führt in den meisten Fällen nicht zu Schäden. Besser ist hier natürlich der Einsatz einer abstellbaren Außenzapfstelle.

Druckzunahme in einer abgesperrten wassergefüllten Leitung
Druckzunahme in Wasserleitung durch Eisbildung
 Druckzunahme in Wasserleitung durch Eisbildung
Quelle: Quelle: Dr.-Ing. Thorsten Pfullmann
Druckzunahme in einer abgesperrten wassergefüllten Leitung bei „Umwandlung“ von Wasser in Eis. Die gelbe Linie beschreibt den Druckverlauf ohne Berücksichtigung der elastischen Eigenschaften des Rohrmaterials. Wird das elastische Verhalten berücksichtigt, so ist der Druckanstieg etwas geringer als am Beispiel für zwei unterschiedliche Kupferrohrabmessungen berechnet. Die ebenfalls eingezeichneten Berstdrücke sind aus den Materialkennwerten für Kupfer berechnet.
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