Der Wärmedurchgangswiderstand ist eine Kenngröße der Bauphysik. Er bezeichnet den Gesamtwiderstand eines Bauteils, z. B. einer Außenwand, gegenüber einem Wärmestrom, wenn zwischen der Umgebungsluft auf der Innenseite und der Außenseite ein Temperaturunterschied besteht. Der Wärmedurchgangswiderstand errechnet sich aus der Summe des Wärmedurchlasswiderstandes des Bauteils sowie aus dem Wärmeübergangswiderstand der Bauteiloberfläche, welcher sowohl auf der Innenseite als auch der Außenseite berücksichtigt werden muss. Die physikalische Einheit des Wärmedurchgangswiderstandes ist Quadratmeter und Kelvin pro Watt.
Der Wärmedurchgangswiderstand RT gibt die Dämmwirkung eines Bauteils an. Er ergibt sich aus den Dicken der Schichten eines Bauteils (z. B. Außen- oder Innenwand), den entsprechenden Wärmeleitzahlen und den Wärmeübergangswiderständen Rse bzw. Rsi.
RT = Rsi + R1 + R2 + ... + Rse (m2K) / W)
RT - Wärmedurchgangswiderstand des Bauteils
R1, R2, … - Wärmedurchlasswiderstände der einzelnen Bauteilschichten
Rse - Äußerer Wärmeübergangswiderstand
Rsi - Innerer Wärmeübergangswiderstand
Über den Kehrwert des R-Werts - RT ergibt sich der Wärmedurchgangskoeffizient U (U-Wert = 1/RT). Dieser Wert ist ein Rechenwert z. B. für die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.