Die
Warmwassertemperatur in
Mehrfamilienhäusern und
gewerblichen Anlagen sollte mindestens
60 °C haben. Aber auch in Einfamilienhäusern kann diese
Temperatur aus hygienischen Gründen (Aufkeimungs- und
Legionellenproblematik) sinnvoll sein. Hier wird aber bei der
Legionellenschaltung die
Wassertemperatur auch kurzzeitig auf
70 °C gefahren.
Diese relativ hohe
Temperatur wird entweder
zentral am
Trinkwassererwärmer durch eine
Mischarmatur,
dezentral am
Eckventil (thermostatische Regelventil) oder
direkt am
Auslaufventil (manuell mit Zweigriff-Mischarmatur oder automatisch mit thermostatischer Mischarmatur) auf die
Gebrauchstemperatur (38 bis 40 °C) heruntergeregelt. Dieser
Verbrühschutz ist
immer notwendig, damit bei einem evtl.
Ausfall der
Kaltwasserzufuhr, z. B. durch einen defekten
Rückflussverhinderer oder einem zugesetzten Filter im
Kaltwasseranschluss, die Auslauftemperatur nicht zu hoch ist.
Das
thermostatische Regelventil wird auf das
Warmwassereckventil unter dem Sanitärobjekt montiert. Die Einstellung der maximalen Auslauftemperatur ist nur verdeckt mit Werkzeug unter der Schutzkappe möglich. In der Armatur befinden sich ein Dehnstoff-Thermostat nach EN 1111, Filtereinsätze und
Rückflussverhinderer (RV).
Das Regelventil versorgt die Auslaufarmatur mit Warmwarmwasser, damit die gewünschte Gebrauchstemperatur
manuell einreguliert werden kann. Aber auch eine Versorgung mit einer
vorgemischten Temperatur ist möglich.
Außerdem besteht die Möglichkeit der
thermischen Desinfektion. Dazu hat die Armatur einen
Schnellspannhebel zur Überbrückung des
Thermostatventils, um bei einer gewünschten thermischen Desinfektion des Auslaufventils die
Temperatureinstellung nicht erneut durchgeführt werden muss. Die
thermische Desinfektion muss nach dem Arbeitsblatt W551 mit
70 °C für
> 3 Minuten durchgeführt werden.