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OldBo
05.09.2019
Nach der DIN EN 806-2, DIN 1988-200 und dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 müssen zentrale Trinkwassererwärmer – Speicher- oder Durchflusssysteme, bzw. kombinierte Systeme (Speicherladesysteme) – so geplant, gebaut und betrieben werden, dass am Austritt aus dem Trinkwassererwärmer, also auch an der Auslaufarmatur, die Warmwassertemperatur gleich oder größer 60 °C beträgt.
Einbaubeispiele einer Mischarmatur<br />(Sie dürfen so in Trinkwasseranlagen nur noch so eingesetzt werden, wenn 60 °C an den Zapfstellen gewährleistet werden. Systembedingte Unterschreitungen von 60 °C sind unzulässig. Ein Verbrühschutz muss an der Zapfarmatur stattfinden.)
 Einbaubeispiele einer Mischarmatur
(Sie dürfen so in Trinkwasseranlagen nur noch so eingesetzt werden, wenn 60 °C an den Zapfstellen gewährleistet werden. Systembedingte Unterschreitungen von 60 °C sind unzulässig. Ein Verbrühschutz muss an der Zapfarmatur stattfinden.)
Quelle: Honeywell GmbH

Nach der DIN EN 806-2, DIN 1988-200 und dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 müssen zentrale Trinkwassererwärmer – Speicher- oder Durchflusssysteme, bzw. kombinierte Systeme (Speicherladesysteme) – so geplant, gebaut und betrieben werden, dass am Austritt aus dem Trinkwassererwärmer die Warmwassertemperatur gleich oder größer 60 °C beträgt. Bei der Entnahme von Spitzenvolumenströmen ist mit einem Temperaturabfall im Speicher zu rechnen. Kurzzeitige Absenkungen der Speicheraustrittstemperatur im Minutenbereich sind daher tolerierbar. (siehe z. B. DIN 4708). Systembedingte Unterschreitungen von 60 °C sind unzulässig. Diese Vorgaben gelten grundsätzlich (wird aber in der Regel in Ein- und Zweifamilienhäusern nicht überprüft), aber die Anlagen in Häusern ab 3 Wohneinheiten und das, was in der Trinkwasserverordnung beschrieben wird, ist einzuhalten. Diese Anlagen sind melde- und prüfpflichtig. Hierbei geht es um die Hygiene in der Trinkwasserinstallation.

Zentrale Mischarmaturen in der Trinkwassererwärmungsanlage sind nicht mehr zulässig, weil an den Zapfstellen (Auslaufarmaturen) 60 °C anliegen müssen. Beim Wiedereintritt der Zirkulation in den Speicher darf die durch Wärmeverluste verursachte Temperaturdifferenz höchstens 5 K betragen. Zentrale Mischarmaturen können dann sinnvoll sein, wenn die TW-Erwärmung über eine thermische Solaranlage mit Temperaturen bis 90 °C betrieben wird. Hier kann dann die Leitungstemperatur auf 60 °C einreguliert werden.

In diesen Fällen setzt sich immer mehr der Einsatz von Frischwasserstationen oder auch Wohnungsstationen durch, weil mit denen die Warmwassertemperatur auch niedriger betrieben werden kann bzw. zulässig ist.

Aufgrund der geforderten hohen Temperatur an den Warmwasser-Zapfstellen muss der Schutz vor einer Verbrühung gewährleistet sein. Die DIN EN 806 Teil 2 fordert in öffentlichen Gebäuden allgemein eine Begrenzung der Auslauftemperatur auf 45 °C und für Gebäude mit besonderer Nutzung (Pflege- und Seniorenheimen, Kindergärten) werden 43 °C empfohlen. Für öffentliche WC- und Waschräume empfiehlt die VDI-Richtlinie 3818 eine  Warmwassertemperatur an der Entnahmestelle 40 °C. Der private Betreiber kann selber entscheiden, ob oder wie er einen Verbrühschutz an seinen Armaturen einsetzt.

Begrenzen der Auslauftemperatur
verdeckte Temperaturbegrenzung
 verdeckte Temperaturbegrenzung
Quelle: Ideal Standard GmbH

Ein Verbrühschutz kann in einer thermostatischen Mischarmatur durch das Begrenzen der Auslauftemperatur innerhalb der Armatur durchgeführt werden. Der Nachteil ist, dass bei dem Ausfall des Kaltwasserzuflusses, z. B. bei dem Zusetzen des Filters, heißes Wasser gezapft wird. Außerdem hat ein Teil der Armaturenoberfläche eine sehr hohe Temperatur.

Die innovative CLICK-Kartusche bietet eine besonders komfortable Temperaturkontrolle. Nur mit dem Hebel regulieren Sie Druck und Temperatur innerhalb der Komfortzone zwischen 34 °C und 42 °C. Dank des Schwenkbereichs von 120° ist hier spürbar mehr Spielraum und die Wassertemperatur ist leicht und stufenlos zu regulieren. Die neue variable Wasserspar-Funktion ermöglicht, den Wasserverbrauch individuell zu kontrollieren.

Thermostatisches Regelventil
Eckventil-Thermostat
 Eckventil-Thermostat
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Eckventil-Thermostat und manuelle Vorregulierung
 Eckventil-Thermostat und manuelle Vorregulierung
Quelle: SCHELL GmbH & Co. KG
Eine andere Möglichkeit des Verbrühschutzes ist der Einsatz von thermostatischen Regelventilen (Thermostat-Kleinmischarmatur) unmittelbar an der Armatur.

Das thermostatische Regelventil (Thermostat-Kleinmischarmatur) wird auf das Warmwassereckventil unter dem Sanitärobjekt montiert. Die Einstellung der maximalen Auslauftemperatur ist nur verdeckt mit Werkzeug unter der Schutzkappe möglich. In der Armatur befinden sich ein Dehnstoff-Thermostat nach EN 1111, Filtereinsätze und Rückflussverhinderer (RV).

Das Regelventil versorgt die Auslaufarmatur mit Warmwarmwasser, damit die gewünschte Gebrauchstemperatur manuell einreguliert werden kann. Aber auch eine Versorgung mit einer vorgemischten Temperatur ist möglich. In beiden Anwendungen ist ein Verbrühschutz gewährleistet.

Außerdem besteht die Möglichkeit der thermischen Desinfektion. Dazu hat die  Armatur einen Schnellspannhebel zur Überbrückung des Thermostatventils, um bei einer gewünschten thermischen Desinfektion des Auslaufventils die Temperatureinstellung nicht erneut durchgeführt werden muss. Die thermische Desinfektion muss nach dem Arbeitsblatt W 551 mit 70 °C für > 3 Minuten durchgeführt werden.
CoolTouch®-Armatur
CoolTouch©-Armatur
 CoolTouch©-Armatur
Quelle: GROHE Deutschland Vertriebs GmbH
Besonders in Anlagen mit hohen Speichertemperaturen (thermische Solaranlagen) kann das erwärmte Trinkwasser sehr warm werden. Eine GROHE CoolTouch®-Armatur kann das Risiko einer Verbrühung an den heißen Chrom-Oberflächen verhindert werden.

Dies wird durch die innenliegende Wasserführung erreicht, die eine Barriere zwischen dem heißen Wasser innen und der Oberflächen außen bildet. Der Messing-Körper der Armatur wird deshalb nicht durch heißes Wasser auf eine unangenehme Temperatur aufgeheizt. Besonders wertvoll ist diese Einrichtung für Kinder, die oftmals noch nicht richtig einschätzen können, was sie gefahrlos berühren können, und was nicht.
Grohtherm Micro
Grohtherm Micro
 Grohtherm Micro
Quelle: GROHE Deutschland Vertriebs Gmbh

Der Grohtherm Micro ist ein thermischer Verbrühschutz bzw. ein Untertischthermostat bei dem die Temperatureinstellung von 15 °C bis 43 °C (± 2° C) eingestellt wird. Eine thermische Desinfektion ist ohne erneute Temperatureinstellung möglich

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gnika7 schrieb: Gasheizung braucht Schornstein, Gasanschluss und aktuell noch zwingend ST. Damit sollte die WP im Normalfall bei Installationskosten bereits günstiger sein. Dann kommt noch die BAFA-Förderung. PV verdient...
Skol schrieb: Hi, abschalten will ich natürlich nicht. Wäre nur der Plan B falls sie zu laut im Schlafzimmer sind. Wir haben nach Fenstertausch Probleme mit zu hoher Luftfeuchtigkeit. Die Lüftung soll hier abhilfe...
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