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OldBo
28.12.2012
Formaldehyd (CH2O) ist eine organische flüchtige Verbindung, die immer wieder im Zusammenhang mit Fertighäusern zu Problemen führt. Hier kommt es durch Ausgasungen aus formaldehydhaltigen Materialien (z. b. Holzwerkstoffe, Spanplatten) zu einer Kontamination der Atemluft in geschlossenen Räumen.
Formaldehyd (CH2O) ist eine organische flüchtige Verbindung, die immer wieder im Zusammenhang mit Fertighäusern ("Späneburg") zu Problemen führt. Hier kommt es durch Ausgasungen aus formaldehydhaltigen Materialien (z. b. Holzwerkstoffe, Spanplatten) zu einer Kontamination der Atemluft in geschlossenen Räumen. Besonders betroffen sind Häuser, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit Spanplatten und Sperrholz hergestellt wurden. Bei diesen Materialien, aber auch bei Bodenbelägen, Möbel und Textilien, kam Aminoplaste (Kondensation von Formaldehyd mit Verbindungen, die zwei oder mehr Aminogruppen enthalten (z.B. Harnstoff/Thioharnstoff, Melamin) als Bindemittel zum Einsatz.

Bei unsachgemäßer Anwendung oder ständig vorhandenen Ausgasungen kann Formaldehyd Haut-, Atemwegs- Augenreizungen oder Allergien, verursachen. Ab einer Konzentration von 30 ml/m3 besteht eine akute Lebensgefahr (toxisches Lungenödem, Pneumonie). Bei bei einer ständigen Belastung ist es karzinogen. In einigen Ländern (z. B. USA) wird Formaldehyd als krebserzeugend eingestuft.

Die Ausgasungsrate des stechend riechende Gases (es ist schon bei geringen Ausgasungen wahrnehmbar) kann durch die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse im Sommer und im Winter durch die Innentemperaturen und Luftfeuchtigkeit sehr unterschiedlich sein. Durch eine unzureichende Lüftung der Räume (besonders nach Sanierungsmaßnahmen durch dichte Fenster und Außendämmung) kann sich die Raumluft stark mit den Formaldehydgasen anreichern. In den meisten Fällen ist eine Sanierung sehr aufwendig. Hier können nur durch den Einsatz einer kontrollierten Wohnungslüftung die Grenzwerte eingehalten werden. Schon in den 80er Jahren wurde die Holz- bzw. Leichtbau-Fertighäuser mit einer ausreichenden Lüfunganlage angeboten.
  • Emissionsklasse E0 : Abgabe nicht höher als natürliches Holz, durch den Einsatz von Isocyanaten, ebenfalls giftig.
  • Emissionsklasse E1 : Formaldehyd-Ausgleichskonzentration maximal 0,1 ppm
  • Emissionsklasse E2 : Formaldehyd-Ausgleichskonzentration maximal 1 ppm
  • Emissionsklasse E3 : Formaldehyd-Ausgleichskonzentration maximal 2,3 ppm
  • Spanplatten mit der Bezeichnung F0 : Formaldehydfrei

Bezeichnung von Spanplatten:

  • - V - 20 : überwiegend Harnstoff-Formaldehyd-Harze (Aminoplaste)
  • - V - 100 : Phenol-, MDI- (Isocyanate), MDI-Melamin, MDI-Phenol-Formaldehyd-Harze
  • - V - 100 G : wie V 100, aber mit Fungizidzusatz
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