Wasser- und Gaszählerschächte bieten die ideale Lösung für die Verbraucher, bei denen der/die Zähler nicht im Gebäude untergebracht werden können. Diese können unauffällig in Grünflächen, Abstellflächen oder Zufahrten vor dem Haus integriert werden. Als Bauwasseranschluss, in Park- oder Kleingartenanlagen, auf Campingplätzen oder Friedhöfen sind sie alternativlos. Zählerschächte stehen in vielen praxisrelevanten Ausführungen und individuellen Konfigurationen zur Verfügung.
Die nicht begehbaren Schachtbauwerke erfreuen sich auf Grund ihrer innovativen Konstruktion zunehmender Akzeptanz:
• Arbeitssicherheit des Personals (kein Einstieg bei Zählerablesung/Zählerwechsel erforderlich)
• mit passenden Abdeckung ein frostfreier Betrieb des Wasserzählers
• sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
• komfortable Bedienung (Zählerablesung/Zählerwechsel durch ausziehbare Zählereinheit)
• Befahrbarkeit (passende Abdeckung notwendig)
• Funkantenne zur Fernauslesung optional einbaubar
Der Wasserzählerschacht besteht aus einem Teleskopteil und einem Grundkörper mit dem Rohrleitungspaket. Das Teleskopteil ermöglicht je nach Ausführungsvariante eine variable Rohrdeckung in einem Bereich von 0,75 bis 1,0 Meter bzw. 1,0 bis 1,50 Meter und dient zudem zur Aufnahme leichter Abwinkelungen zur Anpassung an das Straßen- oder Pflaster-Niveau. Durch die eckige Bauform lässt sich der Wasserzählerschacht hervorragend einpflastern.
Der Schachtkörper ist aus LLDPE (schwarz) und hat die Grundflächenmaße von ca. 0,80 m lang und ca. 0,45 m breit. Dadurch ist er sehr einfach und ohne zusätzliche Erdarbeiten im Rohrgraben zu installieren.
Das scherenförmig ausziehbare Leitungspaket befindet sich im Grundkörper und nimmt den eigentlichen Wasserzähler auf. Das Rohrpaket DN 32, PE 100 RC, SDR 11 ist mit verschweißten Drehgelenken aus PE ausgestattet.
Die Zählerschächte lassen sich direkt ab Werk mittels Antennen-Set auf eine moderne, kontaktlose Ablesung des Wasserzählers über Funk ausstatten. Ab Werk wird der Schacht in dieser Ausführung vorbereitet und integriert die Antenne perfekt in den Zählerschacht. Dadurch ist der Schacht einsatzbereit. Das Antennen-Set ist auf Kamstrup-Zähler abgestimmt. Bereits verbaute einfach Wasserzählerschächte Q3 4,0 und Q3 10 (MID) lassen sich mittels separat erhältlichem Nachrüst-Antennen-Set einfach auf die Funkablesung ausstatten.
Der Gaszählerschacht wird, wie der Wasserzählerschacht, außerhalb des Gebäudes eingesetzt. Bei der Planung in neuen Gebäuden werden Übergaberäume für Gas, Wasser und Strom immer kleiner vorgesehen. Der klassische Gashausanschluss wird üblicherweise in den Hausübergaberaum gelegt. Durch die zunehmende Anzahl von nicht unterkellerten Gebäuden erhöht sich der Bedarf an Alternativen für den Gasanschluss. Darüber hinaus werden neue Häuser oft so gebaut, dass der Versorger immer größere Probleme hat, den Hausanschluss technisch sinnvoll zu verlegen. Um die weitergehenden Sicherheitsanforderungen an das Medium Erdgas zu erfüllen, waren auch spezielle Lösungen im Schachtbauwerk notwendig.
Die Gaszählerschächte können unauffällig in Grünflächen, Abstellflächen oder Zufahrten vor dem Haus integriert werden.
Der Gaszählerschacht besteht aus einem Teleskopteil und einem Grundkörper mit dem Rohrleitungspaket. Das Teleskopteil ermöglicht je nach Ausführungsvariante eine variable Rohrdeckung (Kunststoff oder Guss) in einem Bereich von 0,70 bis 0,90 Meter und dient zudem zur Aufnahme leichter Abwinkelungen zur Anpassung an das Straßen- oder Pflaster-Niveau.
Das scherenförmig ausziehbare Leitungspaket aus PE 100 RC befindet sich im Grundkörper und nimmt den eigentlichen Gaszähler auf. Durch die gleichbleibende Temperatur im Erdreich, ist der Betrieb der Garnitur dauerhaft sichergestellt.
Das Gestänge des Zählerschachtes kann nicht ohne einen Spezialschlüssel angehoben werden, was eine Manipulation erschwert. Die Konstruktion des durch Drehgelenke beweglichen Rohrpaketes wurde so gewählt, dass das gesamte Gestänge mit dem integrierten Gaszähler zwangsgeführt ein- und ausgefahren wird. Ein spezielles Überdruckventil sorgt dafür, dass im Falle einer undichten Montage im Inneren des Schachtes das Gas kontrolliert entweichen kann, ohne dass es zu einer Gefährdung kommen kann. Ein druckwasserdichter Deckel gewährleistet, dass die empfindlichen Armaturen, Regelgeräte und Zähler nicht überflutet werden können. Der im Druckdeckel integrierte Kondesatabscheider kammert dabei entstehendes Schwitzwasser. Da der Schacht im Erdreich eingebaut wird, sind keine weiteren Maßnahmen vorzusehen.
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung verschließt der Innendeckel den Schacht. Über dem Deckel stehendes Wasser kann, wie es unter anderem an Standorten, die zeitweise in Senken oder in Hanglagen überflutet sein können, nicht in den Schacht eindringen. Der Kunststoff-Innendeckel ist aus PE gefertigt und mit einer beigelegten Spezialprofildichtung ausgestattet. Für die integrierte Verriegelungsmechanik ist kein zusätzliches Werkzeug notwendig. Der Kunststoff-Innendeckel ist mit einem handelsüblichen Vorhängeschloss abschließbar.