Die nuSIM ist ein integriertes SIM-Kartenformat (iSIM), das von der Deutschen Telekom zusammen mit anderen Technologiepartnern für das Internet der Dinge (IoT) entwickelt wurde. Im Vergleich zur embedded SIM (eSIM) ist sie direkt in den Modem-Chip integriert und besitzt nur die für das IoT benötigten Funktionen.
Die eSIM kommt mittlerweile in Smartphones und Smartwatches ebenso zum Einsatz wie in vernetzten Autos. Mit der nuSIM folgt jetzt eine Weiterentwicklung der integrierten SIM speziell für Anwendungen im Internet der Dinge, bei denen die Kosten entscheidend sind.
Apple, Google und Samsung setzen ebenso auf diese wie Audi, BMW und Mercedes: die embedded SIM, kurz eSIM. Im Gegensatz zu den physischen Mini-, Micro- und Nano-SIM-Karten löten Hersteller diese integrierte SIM als winzigen Chip direkt auf die Platine eines Smartphones oder einer Kommunikationseinheit fürs Auto. Der Vorteil ist, dass die Hardwarekomponenten wie etwa der Schlitten für die SIM-Karte und die Datenschnittstelle werden überflüssig – und müssen demzufolge auch nicht mehr bei der Konzeption eines Geräts mitgedacht werden. Der freigewordene Platz steht nun anderen Bauteilen zur Verfügung oder kann eingespart werden.
Im Vergleich zur eSIM (embedded SIM), wie sie schon in vielen Smartphones, Tablets oder IoT-Devices zu finden ist, verzichtet die nuSIM auf überflüssige Funktionen, die für die Anwendungen des Internets der Dinge nicht benötigt werden. So fehlen beispielsweise Sprachfunktionen oder SIM-Karten-Menüs. Typische Anwendungsbereiche sind vernetzte Strom-, Wasser- und Gaszähler, vernetzte Straßenlampen, Smart Parking oder vernetzte Sensoren für Umweltdaten.
Die nuSIM zählt zur Klasse der iSIM (integrated SIM). Sie ist zwar wie die embedded SIM ebenfalls fest in den Geräten verbaut, unterscheidet sich aber in einigen Merkmale von ihr. So handelt es sich nicht mehr um einen separaten Chip, sondern um eine direkt im Modem-Chip integrierte SIM-Funktion. Es ist kein zusätzliches Bauteil auf der Platine notwendig. Im Vergleich zur eSIM fehlen einige Funktionen. Beispielsweise sind dies das ersetzbare Bootstrap-Profil, einige SMS-Funktionen, Benutzeroberflächen oder Sprachfunktionen. Aus Sicht der Telekom stellt das integrierte SIM-Kartenformat keine konkurrierende Lösung zur eSIM dar. Es handelt sich um Lösungen für unterschiedliche Anforderungen.
Vorteile der nuSIM
Nach Angaben der Telekom bietet das neue integrierte SIM-Kartenformat einige Vorteile. Die wichtigsten sind:
• unempfindlich gegen Erschütterungen und Temperaturschwankunge
• kein SIM-Kartenslot oder -schlitten mehr notwendig
• geschlossene Bauweise des Geräts möglich
• hohe Lebensdauer
• kaum Manipulationsmöglichkeiten
• verschlüsselt gespeicherte Anmeldeinformationen für das Mobilnetz
• kleinere IoT-Geräte möglich
• niedriger Energieverbrauch und lange Batterielebensdauer
• niedrige Herstellungskosten
• Auslieferung ab Werk mit Betreiberprofilen
• sofort einsatzbereite Lösung
• kein Aufwand für Logistik und Lagerhaltung der SIM-Karten