Für ein ehrenamtliches Engagement im THW gibt es viele Gründe. Für manche ist es eine Herausforderung oder ein einzigartiges Hobby, andere schätzen das persönliche Weiterbildungsangebot. Ganz gleich weshalb es Ehrenamtliche ins THW zieht, eins bleibt, das Gefühl, Gutes geleistet zu haben. Das THW steht in Not- und Unglücksfällen der Bevölkerung mit Technik und Know-how in Deutschland und weltweit helfend zur Seite.
Für ein Engagement im THW sind keine Vorkenntnisse notwendig. Im Ortsverband durchlaufen angehende Einsatzkräfte dafür eine professionelle technische Ausbildung. Die Grundausbildung vermittelt allgemeines Wissen rund um den Zivil- und Katastrophenschutz. Die Teilnehmenden können zertifizierte Lehrgänge absolvieren, die auch abseits des Ehrenamtes für den Beruf nützlich sind. Sie lernen zum Beispiel Einsatzstellen auszuleuchten, einsturzgefährdete Gebäude zu sichern und technische Geräte zu führen.
Wir im THW handeln nach den folgenden Leitsätzen:
• Wir sind jederzeit bereit, in Deutschland und weltweit zu helfen.
• Wir erfüllen unsere Aufgaben zielorientiert und pflichtbewusst.
• Wir arbeiten zusammen, planen gemeinsam und entscheiden verantwortungsbewusst.
• Wir legen Wert auf Ausbildung und Übungen.
• Wir verhalten uns gefahrenbewusst und schützen uns gegenseitig.
• Wir respektieren einander und verhalten uns vorbildlich; unsere Führungskräfte haben eine herausgehobene Verantwortung.
• Wir kommunizieren gezielt, ehrlich und verständlich.
• Wir bekennen uns zur Demokratie und dulden keine Diskriminierung.
• Wir setzen uns für die Vielfalt unserer Gesellschaft auch im THW ein.
• Wir begeistern junge Menschen für das THW und für die Übernahme von Verantwortung.
Wer sich mit diesen Leitsätzen identifizieren kann, ist im THW genau richtig. Sie oder er kann sich auf eine tolle Gemeinschaft freuen – und erlebt das gute Gefühl, gebraucht zu werden.
Mitmachen können Kinder ab sechs Jahren über die THW-Jugend. Nach oben gibt es keine Altersgrenze.
Die Grundausbildung findet im Ortsverband statt und setzt sich aus verschiedenen Ausbildungsmodulen zusammen – diese finden in der Regel einmal die Woche abends oder am Wochenende statt und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Das THW bietet an einzelnen Standorten aber auch die Möglichkeit, die Ausbildung im Rahmen von Kompakt-Lehrgängen zu absolvieren.
Ihr Ziel ist es, ein allgemeines Wissen über den deutschen und europäischen Katastrophenschutz sowie über das THW zu vermitteln. Alle angehenden Einsatzkräfte werden einheitlich an THW-typischen Werkzeugen und Geräten ausgebildet. Dies garantiert, dass alle Einsatzkräfte bundesweit einsetzbar sind. Dazu wird der grundlegende Umgang mit der allgemeingebräuchlichen Ausstattung im THW gelehrt.
Nach der Prüfung werden die Einsatzkräfte zur weiteren Spezialisierung den Einheiten und Fachgruppen des THW zugewiesen. Die sog. angepasste Grundausbildung, die ausschließlich in theoretischer Form stattfindet, ermöglicht auch Personen mit körperlichen Einschränkungen oder denjenigen, die ausschließlich Aufgaben außerhalb des technischen Einsatzes wahrnehmen möchten, die Mitwirkung im THW.
Die zweite Ausbildungsstufe des THW bietet verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung (Fachbefähigung):
• Fachausbildung
• Führungskräfteausbildung
• Ausbildung in Funktionen (z. B. Ortbeauftragte/Ortsbeauftragter, Truppführerin/Truppführer oder Köchin/Koch)
• Ausbildung von Expertinnen und Experten für Auslandseinsätze.
Das Technische Hilfswerk (THW) ist ein kompetenter Partner im Bevölkerungsschutz – vor allem wenn es um technisch aufwendige und hochspezialisierte Lösungsansätze geht oder schweres Gerät nötig ist. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des THW beherrschen ihr Handwerk, egal welche Art der technischen Hilfeleistung benötigt wird.
Technische Hilfe - Infrastruktur
• Elektroversorgung
• Trinkwasserversorgung
• Abwasserentsorgung
• Brückenbau
Technische Gefahrenabwehr
• Orten, Retten und Bergen
• Räumen und Sprengen
• Retten aus Wassergefahren
• Bekämpfen von Überflutungen und Überschwemmungen
• Beleuchten von Einsatzstellen
Führung/Kommunikation, Logistik
• Einrichten und Betreiben von Führungsstellen
• Führungsunterstützung
• Einrichtung temporärer Telekommunikationssysteme
• Einrichten und Betreiben von Logistikstützpunkten
• Verpflegung und Betreuung von Einsatzkräften
• Materialerhaltung, Reparatur- und Wartungsarbeiten für Einsatzausstattung
• Verbrauchsgütertransport für Einsatzbedarf
Technische Hilfe Umweltschutz
• Ölschadenbekämpfung
• Wasseranalyse
Versorgunng der Bevölkerung
• Strom- und Trinkwasserversorgung
• Abwasserentsorgung
• Errichtung und Einrichtung von Notunterkünften bzw. Sammelplätzen mit entsprechender Infrastruktur
Weitere technische Hilfeleistungen
• technische Hilfe auf Verkehrswegen
• Höhenrettung
• Tauchen
• Behelfsmäßiger Straßenbau
• Wartung von Zivilschutzeinrichtungen (Notbrunnen, Schutzräume)