Eine Infrastruktur (infrastructure) umfasst alle staatlichen und privaten Einrichtungen, die der Daseinsvorsorge und der wirtschaftlichen Entwicklung eines Staates dienen. Meist wird sie lediglich in technische Infrastruktur und soziale Infrastruktur unterteilt. Es existieren aber noch weitere Arten von Infrastruktur wie die grüne Infrastruktur.
Die Infrastruktur in allen Bereichen ist ein Maß für den Zustand und die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft im internationalen Vergleich. Ohne eine funktionierende und zuverlässige Infrastruktur entstehen für eine Volkswirtschaft wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Nachteile. Daher sind oder sollten Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktureinrichtungen immer Teil einer verantwortungsbewussten Wirtschafts- und Sozialpolitik sein.
Programme zur Infrastrukturverbesserung, die Bereitstellung der finanziellen Mittel für Infrastrukturprojekte, die Förderung unterentwickelter und benachteiligter Regionen sind im Wesentlichen Aufgabe der Politik. Dabei waren bis vor rund 10 Jahren Investitionen zum Beispiel in den Ausbau des Autobahnnetzes allein Aufgabe des Bundes.
Mittlerweile werden die erforderlichen Investitionen für den Ausbau und die Sanierung der Autobahnen, wie schon bei Schulen und Krankenhäusern, in zunehmenden Maße in Form der sogenannten ÖPP auf private Investoren übertragen. ÖPP steht für Öffentlich-Private Partnerschaften (Public-Private Partnership). Bei den ÖPP bleibt der Bund Eigentürmer der Straße, der Betrieb obliegt jedoch den privaten Investoren. Hierfür erhalten diese für eine bestimmten Zeitraum eine Entschädigung, zum Beispiel die Einnahmen aus der LKW-Maut. ÖPP sind jedoch umstritten, da sie nach Meinung von Experten zu einer höheren und nicht wie erhofft, geringeren Belastung der öffentlichen Haushalte führen.
Die Infrastruktur unterteilt sich in
• Technische Infrastruktur
• Energieinfrastruktur
• Soziale Infrastruktur
• Grüne Infrastruktur
• Urbane Infrastruktur
• Ökologische Infrastruktur
• Kulturelle Infrastruktur
• Digitale Infrastruktur
Die Infrastruktur in Deutschland wurde über Jahrzehnte hinweg in zahlreichen Bereichen wie Straßen, Brücken, Schienennetzen, Wasserstraßen, Schulen, Bevölkerungsschutz, Polizei, Verteidigung und der digitalen Verwaltung zu wenig investiert und stark vernachlässigt. Dies führte zu einem massiven Sanierungsstau, den zu beheben nun einen langfristigen Aufwand erfordert. Hier wird mit dem Einstz eines "Sondervermögen SVIK" das Vergessene bzw. Versäumte nachzuholen.
Die Bedeutung von Sondervermögen
Sondervermögen SVIK in Deutschland sind spezielle finanzielle Mittel, die für Investitionsprojekte u.a. für die Kritische Infrastruktur und Klimaneutralität genutzt werden. Sie erweitern den finanziellen Spielraum ohne als Schulden zu gelten. Ein Beispiel ist das 500 Milliarden Euro Sondervermögen, das für dringende Herausforderungen und Zukunftsprojekte vorgesehen ist. Diese Mittel bieten flexible, projektbezogene Investitionskapazitäten und tragen zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes bei. Deutschland und die neue Bundesregierung wollen damit sowohl bestehende Infrastruktur stärken als auch zukünftige Herausforderungen adressieren.