Man unterscheidet zwischen
axialen und
radialen Turboverdichtern. Aufgrund der erforderlichen Druckverhältnisse werden in der
Kältetechnik ausschliesslich Verdichter radialer Bauart in ein- und mehrstufiger Bauart eingesetzt.
Die Druckerhöhung des angesaugten
Kältemitteldampfes erfolgt durch Umwandlung der im Laufrad erteilten Bewegungsenergie in Druck. Die Bewegungsenergie und der dynamische Druck sind abhängig von der Dichte des
Kältemitteldampfes und der Umfangsgeschwindigkeit des Laufrades. Je grösser die Dichte (Molekulargewicht) des
Kältemittels ist, desto kleiner kann die Drehzahl des Verdichters bei gleicher Druckerhöhung gewählt werden. Übliche Drehzahlen der Turboverdichter liegen zwischen 10000 und 24000 min-1. Bedingt durch die sehr grossen Förderströme werden Turboverdichter nur im Grosskältebereich eingesetzt. Bevorzugtes Anwendungsgebiet sind Turbokaltwassersätze in der Klimatechnik mit mehreren Millionen Watt
Kälteleistung. Zur Leistungsregelung gibt es verschiedene Möglichkeiten wie
Bypassregelung, Vordrallregelung, Diffusorregelung u.a. Turboverdichter zeichnen sich bei grosser Leistung durch äusserst kleine Baugrösse, ruhigen Lauf, geringen Verschleiss, einfache
Wartung und eine praktisch ölfreie Förderung aus.
Vorteile: - Für grösste Leistungen einsetzbar
- Sehr guter Wirkungsgrad bei hoher Leistungsabgabe
- Geringer Wartungsaufwand
- Kleine Ölmenge
Nachteile: - Nur beschränkt regelbar (grosser Schlupf im unteren Bereich)
- Pumpgrenze muss bei Start schnell überwunden werden können