Je nach Rohrwerkstoff werden Heizrohre aus Kunststoffen bei niedrigen Umgebungstemperaturen biegesteifer, d. h., sie lassen sich schlechter verlegen, Biegeradien nur schwer einhalten. Dennoch ist man aus Termingründen häufig gezwungen, die Verlegung durchführen zu müssen. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt besteht bei einer Warmverlegung, d. h., Aufwärmung mit durchströmendem Warmwasser, die Gefahr, dass die Rohrleitungen nicht schnell genug frei von Wasser sind und sich Eis bildet, das die Rohre zerstört. Was ist zu tun? Nun kann man zunächst einmal die Rohrbunde in einem mit Heizgebläse aufgeheizten Raum vorwärmen und möglichst schnell verarbeiten. Abwicklungsvorrichtungen mit großen Rohrlängen lassen sich mit Gas- oder ölbefeuerten Lufterhitzern direkt anblasen. Auf jeden Fall sollte man eine spiralförmige Verlegung durchführen. Dabei können die Biegeradien der Rohrverlegung relativ groß angelegt werden. Dadurch werden die Materialspannungen gering gehalten. Bereitet der Anschluss der Rohrenden am Verteiler Probleme, so lässt man die Enden der Rohre ausreichend lang am Verteiler enden. Nach Verlegung aller Kreise wird dieser Bereich dann solange intensiv mit Warmluft angeblasen, bis eine ausreichende Flexibilität der Rohre für die Einführung und den Anschluss zum Verteiler erreicht ist. Mit Wasser gefüllte Rohre entleert man sicher und zuverlässig, indem man Druckluft von einem kleinen Kompressor einbläst.