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Aufheizung von Estrichen - Praktisches Vorgehen bei der Aufheizung

Autoren
OldBo
17.01.2010

Radtke 22.07.2009
Die Forderung der ersten Merkblätter des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, eine tägliche Steigerung der Vorlauftemperatur um 5 °C vorzunehmen, hört sich leichter an, als es in der Praxis machbar ist.
Die Forderung der ersten Merkblätter des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, eine tägliche Steigerung der Vorlauftemperatur um 5 °C vorzunehmen, hört sich leichter an, als es in der Praxis machbar ist. Man stelle sich vor, die Anpassung der Vorlauftemperatur erfolge über einen Mischer, in Verbindung mit einer witterungsgeführten Regelanlage. Durch Abschalten der Nachtabsenkung und Einregelung der Heizkurven sollte es sicher möglich sein, die gewünschte Vorlauftemperatur einzustellen. Was aber geschieht, wenn sich die Außentemperatur zwischen Tag und Nacht um 10K ändert? Dann nämlich wird über die Regelanlage und den Mischer die Vorlauftemperatur automatisch verändert und die gewünschte Vorlauftemperatur zur Aufheizung wird nicht mehr eingehalten. Die einfachste und beste Möglichkeit der Aufheizung in Verbindung mit einer witterungsabhängigen Regelanlage besteht darin, dass der Außenfühler vorübergehend abgeklemmt und statt dessen ein Festwiderstand, der dem Wert des Außenfühlers bei ca. 10 °C entspricht, angeklemmt wird. So kann die Außentemperatur nicht mehr die eingestellte Vorlauftemperatur beeinflussen. Wird diese Vorlauftemperatur manuell durch Handverstellung am Mischer auf den geforderten Wert gebracht, so wird sich durch die langsame Aufheizung der Estrichfläche und die damit verbundene Anhebung der Rücklauftemperatur die Mischbedingungen ändern und zu einer neuen, erhöhten Vorlauftemperatur führen. Es ist leicht einzusehen, dass auch diese Methode nicht erfolgversprechend sein kann, es sei denn, man wendet genügend Zeit auf, um ständig die Vorlauftemperatur zu kontrollieren und gegenzusteuern. Sollte die Fußbodenheizung in Verbindung mit einem Brennwertkessel betrieben werden, d. h. einem Kessel, den man bis auf 20 °C Betriebstemperatur herunterregeln kann, so ist die geforderte Vorlauftemperatur einfach am Kessel einstellbar.
Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
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