Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Brandrauch aus Gebäuden oder Gebäudeteilen nach Außen abzuführen.
Vorschriften für diesen vorbeugenden
Brandschutz sind in unterschiedlichen
Verordnungen (
DIN, LBO, VDS) festgelegt. Außerdem sind die Auflagen der zuständigen
Brandschutzbehörden einzuhalten. Diese Anlagen sind integrierter Bestandteil ganzheitlicher
Brandschutzkonzepte (BMA, RWA und
Sprinkleranlagen).
Der Rauch-
Wärme-Abzug (RWA) bzw. der natürliche Rauchabzug (NRA) arbeiten mit dem
Kamineffekt, der den
Dichteunterschied zwischen der
Luft am Eintritt und der Rauchabluft am Austritt des zu entrauchenden Raumes und der
wirksamen Höhe zwischen Zu- und
Abluftöffnung ausnutzt. Dabei sollten die Rauch- und
Wärmemengen auf kürzestem Wege durch die vorgesehenen Abzugsöffnungen in den Umfassungswänden der Gebäude ins Freie geführt werden. Dazu werden
Öffnungseinheiten (Rauchkuppeln, Rauchklappen, Rauchjalousien) eingesetzt, die über eine
Steuerzentrale durch automatische Brandmelder, Handfeuermelder und Raumtemperaturregler geöffnet werden.
Diese Anlagen sind besonders in Gebäuden mit Treppenhäusern, Aufzugschächten und hohen Räumen (Fabrikhallen, Lagerhäuser) geeignet, weil hier die Kaminwirkung besonders hoch ist.