In der
Zukunft wird es immer dringender,
Ökostromüberschüsse aus
Photovoltaik- und
Windkraft-Anlagen sinnvoll zu verwenden bzw. zu speichern. Der
Ausbau der
Stromnetze wird immer mehr abgelehnt und
Stromspeicher, so z. B.
Pumpspeicherwerke (
Wasser oder Druckluft) werden immer mehr abgelehnt, Batterien können nur kurzfristig speichern. Deshalb wird erneuerbarer
Strom in
Wasserstoff und
Methan (
EE-Gas - erneuerbares Gas) umgewandelt. Dieses
Konzept wird auch "
Power to Gas" genannt. Das gesamte deutsche
Erdgasnetz steht mit sehr großen
Speicherkapazitäten zur Verfügung. Es kann als
Speicher für
Ökostrom genutzt werden, denn es ist jetzt schon
45 mal so groß ist wie die
Gesamtkapazität aller heute in Deutschland bestehenden
Pumpspeicherkraftwerke.
Zur Zeit liefert Greenpeace Energy eG
Erdgas, dem nach und nach
Wasserstoff beigemengt wird, sobald dieser verfügbar ist. Aus technischen und regulatorischen Gründen darf nur bis zu einer Obergrenze von
5 % Wasserstoff ins
Gasnetz eingespeist werden.
Wasserstoff, der nicht eingespeist werden kann, wir zu
erdgasgleichem Methan umgewandelt. In der Zukunft können erneuerbarer
Wasserstoff und erneuerbares
Methan das
fossile Erdgas zu 100 Prozent ersetzen.
Grundlage für die
Umwandlung von
Windstrom in
Windgas ist das
Elektrolyse-Verfahren. Hierbei wird der Strom, der z. B. nicht in das vorhandene Stromnetz eingespeist werden kann, eingesetzt, um Wasser in seine Grundstoffe (
Wasserstoff und Sauerstoff) aufzuspalten. Der
Wasserstoff wird durch die
Elektrolyse mit einem sehr hohen Wirkungsgrad von bis zu 73 Prozent hergestellt.
Der freigesetzte Sauerstoff wird in die Atmosphäre, der Wasserstoff ins Gasnetz eingespeist. Durch ein weiteres chemisches Verfahren lässt sich überschüssiger Wasserstoff „methanisieren“. Das erneuerbare Methan kann das herkömmliche Erdgas langfristig vollständig ersetzen und damit den Übergang von fossilem zu erneuerbarem Gas leisten.