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OldBo
31.03.2012
Die Braunkohle entsteht durch die Inkohlung von Pflanzenresten über das Torf-Stadium. In Deutschland entstand die Braunkohle in der Zeit vor 65 Millionen Jahren bis 2,6 Millionen Jahren. Es entsteht ein brennbares Gestein (fossiler Brennstoff), das im Gesatz zur schwarzen Steinkohle einen bräunlichen Farbton hat. In Abhängigkeit vom Inkohlungsgrad wird in Weich- und Hartbraunkohle (Matt- und Glanzbraunkohle) unterschieden.
Braunkohle
 Braunkohle
Die Braunkohle entsteht durch die Inkohlung von Pflanzenresten über das Torf-Stadium. In Deutschland entstand die Braunkohle in der Zeit vor 65 Millionen Jahren bis 2,6 Millionen Jahren. Es entsteht ein brennbares Gestein (fossiler Brennstoff), das im Gesatz zur schwarzen Steinkohle einen bräunlichen Farbton hat. In Abhängigkeit vom Inkohlungsgrad wird in Weich- und Hartbraunkohle (Matt- und Glanzbraunkohle) unterschieden. Die Braunkohle unterscheidet sich vom Torf u.a. durch den Rohwassergehalt (ca. 75 %) und enthält keine Zellulose. Der Unterschied zur Steinkohle liegt bei 10 % Wassergehalt (aschefrei) und 0,6 % Vitrinit-Reflexion (schwarz glänzendende Schichten). Dabei bildet die Glanzbraunkohle den Übergang zur Steinkohle, ist aber chemisch noch Braunkohle, petrographisch (gesteinskundlich) aber schon Steinkohle.

In Europa wird die Braunkohle ausschließlich im Tagebau gefördert. Dabei werden in der Natur sehr große Flächen von der Erdoberfläche abgetragen, die später Rekultiviert werden müssen. Die abgebaute Braunkohle wird gemahlen, getrocknet und heutzutage als Brennstoff (Wirbelschichtbraunkohle, Braunkohlenstaub) in Kraftwerken für die Stromerzeugung genutzt. Für den Hausbrand wird aber immer noch ein Teil der geförderten Braunkohle zu Briketts weiterverarbeitet.

Bestimmte Braunkohlesorten (hoher Anteil flüchtiger Bestandteile) werden in Kokereien zu Braunkohlenkoks verarbeitet. Dabei erhält man je nach der Temperatur des Verfahrens Schwel- oder Grudekoks, der im großtechnischem Umfang zur Filtration verwendet wird, wobei die Aktivkohle aus Holz ersetzt wird.

Bei der Verfeuerung von Braunkohle entsteht klimaveränderndes Kohlenstoffdioxid (CO2) und aufgrund des hohen Schwefelgehaltes Schwefelverbindungen (SO2 und SO3). Beide Rauchgasbestandteile können nur in Großanlagen abgeschieden werden. Nach der Abtrennung soll das Kohlenstoffdioxid in einer Erdgaslagerstätte unterirdisch eingelagert werden (CCS). Hier wird immer noch über bürgerakzeptierte, realisierbare CCS-Projekte geforscht und gestritten. Bei der Rauchgasentschwefelung (REA [Rauchgasentschwefelungsanlage]) fallen als Nebenprodukt große Mengen an Gips an, der vor allem von der Bauindustrie weiter verwendet wird.
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