Eine
Filiformkorrosion (fadenförmige
Korrosion) tritt bei
beschichteten Metallen und
Legierungen (
Stahl und Al-Legierungen) auf. Die
Korrosion entsteht durch eine
hohe relative Luftfeuchte (60 bis 95 %),
Verunreinigungen der Oberfläche, ausreichende
Durchlässigkeit der
Beschichtung für
Wasser und Sauerstoff,
Startersalze (z.B. NaCl,
Chloride [Tausalze], salzhaltige Meeresluft) und
mechanische Beschädigungen der Beschichtung. In den Küstengebieten im westlichen Europa gibt es besonders bei Al-Legierungen im Bauwesen (Fassadenverkleidung) Probleme.
Unter der
Beschichtungen eines Metalls entstehen durch einen
elektrochemischen Vorgang fadenförmige Spuren auf dem Metall. Hierbei übernimmt der
Fadenkopf die Rolle der
aktiven Anode, dort verläuft die
Korrosion des Metalls mit gleichzeitiger Aufkonzentrierung des Oberflächen-Elektrolyts (Feuchtigkeit). Mit der Beteiligung von Sauerstoff verlaufen im
Fadenstamm die
kathodischen Reaktionen. Angeregt wird die
Korrosion durch die
Potentialdifferenz zwischen Fadenkopf und -stamm.
Bei dieser
Korrosion ist die
Festigkeit des Materials
nicht gefährdet, da die Eindringtiefe der Schädigung nicht groß ist (< 40 μm). Es handelt es sich also eher um ein
Schönheitsproblem der beschichteten Oberfläche, die erhebliche Reparaturkosten zur Folge haben kann. Effiziente Methoden des Schutzes sind noch nicht bekannt.