PVC-,
PE-,
PB- und
PP-Rohr (
Thermoplaste) können mit
Spezialwerkzeugen verschweißt werden. In der
Haustechnik kommt das
Heizelementschweißen (
Polyfusions-Schweißverfahren) zum Einsatz.
Schweißverbindungen - Kunststoffrohr werden ohne Zusatzwerkstoff gefügt, wobei die Erwärmung durch den direkten Kontakt mit der
Wärmequelle erfolgt.
Die
gereinigten und
entgrateten planabgetrennten Rohrenden werden gleichzeitig und gegenüberliegend an einem
Heizelement (
Spiegel) unter Druck erwärmt und plastifiziert. Dabei muss darauf geachtet werden, dass sich am Umfang der
Rohrenden
gleichmäßig große
Wulste bileden, deren Höhe vom Rohrwerkstoff, von der
Temperatur und dem Fügedruck abhängt. Wenn die
Temperatureinstellwerte zu hoch eingestellt sind, dann führt das zu unerwünscht hoher Wulstbildung, was sich besonders negativ auf den Innenquerschnitt des
Rohres auswirkt.
Nach Ablauf der nach dem Material vorgegebenen Anwärmzeit werden die beiden Rohrenden abgenommen und so lange zusammengedrückt gehalten, bis die Schweißnaht erstarrt und abgekühlt ist. Die Kunststoffrohre können bis zu einer Nennweite von DN 32 von Hand gefügt werden. Ab einer Nennweite von DN 40 müssen die Verbindungen mit Schweißmaschinen hergestellt werden, da aufgrund des vorgegebenen Fügedrucks und wegen des Fließ- und Fügeverhaltens der Thermoplaste bis zu einer genau festgelegten Höhe aufgebaut und während der gesamten Abkühlzeit konstant gehalten werden. Nur so sind qualitativ hochwertige Stumpfschweißnähte für Druckleitungen möglich.
Da sich bei PVC-Schweißverbindungen nicht eingehaltene Schweißeinstellwerte sehr negativ auf die Schweißnahtgüte und Druckleitungen aus PVC bei ungünstigen Baustellen- und Montagebedingungen auswirken, werden diese Rohre hauptsächlich geklebt.
Die Heizelement-Schweißmaschinen sind mit geeigneten Trenn-, Halte- und Anpress-Vorrichtungen ausgestattet, die einen kontrollierten Schweißvorgang gewährleisten. Hier sind auch die vom Hersteller angegebenen Einstellwerte einstellbar.