Zimmerpflanzen, richig eingesetzt, können auch zur Behaglichkeit in Wohn- und Büroräumen beitragen.
• Sie reinigen die Raumluft von Schadstoffen aus Baumaterialien, Teppichen, Wandfarben oder Möbeln (Philodendron, Efeu, Drachenbaum und bei Formaldehyd (Echte Aloe, Grünlilie, Baumfreund). Hier hat sich die Hydrokultur durchgesetzt.
• Sie wirken als Luftfilter und Verringern die Keimbelastung
• Sie reduzieren deutlich den Lärm
• Pflanzen verschönern die Räume und wirken streßmindernd
• Sie sind ein natürlicher Blend- und Sichtschutz
• Pflanzen erhöhen Luftfeuchtigkeit (Zimmerlinde oder Nestfarn, Zypergras [Papyrus]). Rund 97 % des aufgenommenen Gießwassers werden an die Raumluft abgegeben. Nach neuen Untersuchungen ist die Feuchtigkeitsabgabe (Transpiration) nur ca. 2 g/h. Deshalb haben Zimmerpflanzen keinen nennenswerten Anteil an der Befeuchtung der Raumluft.
Grundsätze der Innenraumbepflanzung
• Pflanzfläche sollte 10 % der Grundfläche für spürbare
Verbesserung der
Luftqualität einnehmen
• Pflanzen klimatisieren den Innenraum durch Feuchteabgabe, binden Staub und nehmen Schadstoffe auf
• Pflanzen verbessern Wohlbefinden und Gesundheit (BMW-Studie „Das grüne Büro- weiche Faktoren gegen einen harten Büroalltag“, Fraunhofer, 2003)
• Pflanzen müssen nach Belichtung und Raumhöhe ausgewählt werden, vorrangig werden tropische Pflanzen eingesetzt
• keine giftigen und hautreizenden Pflanzen einsetzen
• Bewässerung per Hand oder automatisch über Kunststoffleitung in 5 cm Tiefe mit
Feuchtefühler und Anstaukontrolle
• Einjährige Einpflege durch Gärtner, danach Kontrolle alle 2 Monate auf Schädlingsbefall, Laubentfernen und Korrekturschnitt
• Kosten: 300 – 400 €/m² Pflanzfläche für Pflanzen, Bewässerungssystem und Erdsubstrat
Quelle: Jürgen Frantz, Botanischer Garten Tübingen