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OldBo
04.04.2018
Ein Geräusch kann zum Lärm werden. Dann ist es unerwünschter Schall, der physisch, psychisch, sozial oder ökonomisch beeinträchtigtigen kann.
Typische Schallpegel bekannter Geräusche in dB(A)
 Typische Schallpegel bekannter Geräusche in dB(A)
Quelle: Stadt Stuttgart
Schall
 Schall
Quelle: Bosy
Hörbereich zwischen 20 Hz und 20.000 Hz (20 kHz)
 Hörbereich zwischen 20 Hz und 20.000 Hz (20 kHz)
Quelle: Bosy
Ein Geräusch kann zum Lärm werden. Dann ist es unerwünschter Schall, der physisch, psychisch, sozial oder ökonomisch beeinträchtigtigen kann. Lärm führt nicht unbedingt zu Belastungen der natürlichen Umwelt, die unmittlebar auf den Menschen einwirken, sondern die Lebensqualität des Menschen kann gemindert werden. Lärm kann als störend oder erheblich belästigend empfunden, wenn man mit den Geräuschen nicht einverstanden ist bzw. sie nicht hinnehmen will.

Durch Umfragen stellte sich heraus, dass Störungen durch Lärm am häufigsten im Außenbereich auftreten, also z. B. auf dem Balkon, der Terrasse und im Garten der Befragten. An zweiter Stelle stehen Störungen der Ruhe und Kommunikation im Innenbereich, danach wurden Schlafstörungen angegeben. Personen mit starker Lärmbelastung sind meistens mit ihrer Wohnsituation unzufrieden. Aber die, die mit ihrer Wohnsituation zufriedenen sind, fühlen sich meistens nicht so stark durch Lärm gestört.

Der Schall besteht aus Druckwellen. Luftschall sind Druckschwankungen, die sich als Wellenbewegungen in der Luft bewegen. In einem festen Gegenstand nennt man soetwas Körperschall. Der Schalldruckpegel (Schallpegel) wird mit der Maßeinheit Dezibel (dB) angegeben. Die Frequenz beschreibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und wird in Hertz (Hz) angegeben.

Der Schalldruckpegel gibt die Stärke einer Geräusches an, wie er auf die Umgebung wirkt. Der Schallleistungspegel gibt dagegen die Stärke einer Geräuschquelle an. So würde zum Beispiel ein (zu lauter) Gerät mit einer Schalleistung von 100 dB(A) in fünf Meter Abstand einen Schall(druck)-pegel von ca. 75 dB(A) erzeugen, in 100 Metern Abstand wären es noch rund 45 dB(A).

Schallwellen breiten sich in Luft bei 20 °C mit einer Geschwindigkeit von rund 340 Meter pro Sekunde (Schallgeschwindigkeit) aus. Das gilt für alle Frequenzen und hat die Folge, dass die Wellenlänge eines hohen Tons kleiner ist als die eines tiefen. Der auch als Kammerton bezeichnete Normstimmton a1 (440 Hz) hat z. B. in Luft von 20 °C eine Wellenlänge von rund 78 cm.

Für die Beugung des Schalls an Hindernissen ist die Wellenlänge von Beutung. Schall kleiner Wellenlänge kann durch Hindernisse gut abgeschirmt werden, da sich dahinter ein Schattenbereich ausbildet. Bei großen Wellenlängen ist keine scharfe Abgrenzung des Schattens mehr gegeben, denn der Schall wird zu einem Teil um das Hindernis herum gebeugt. Für die Schallausbreitung spielt das Frequenzspektrum eine wesentliche Rolle; so lässt sich ein tieffrequenter Schall nicht so gut bis überhaupt nicht abschirmen wie höherfrequenter Schall.

Was als Lärm empfunden wird, hängt nicht nur von der Lautstärke ab. Während z. B. laute Musik als angenehm empfunden wird, kann ein leise tropfender Wasserhahn stören. Ob ein Geräusch laut ist hängt von dem jeweiligen Empfinden des Hörers ab. Gefährlich wird "Lärm" erst, wenn die Geräusche wiederholt oder langfristig nerven oder plötzlich mit hoher Intensität auftreten. Besonders problematisch wird es, wenn es sich um Schallwellen (Infraschall) handelt, die nicht hörbar, sondern nur wahrnehmbar sind.

Gefährlich wird "Lärm" erst, wenn die Geräusche wiederholt oder langfristig nerven oder plötzlich mit hoher Intensität auftreten.

Tieffrequente Geräuschemissionen
Störschall - Gegenschall (Antischall)
 Störschall - Gegenschall (Antischall)
Quelle: Bosy
Tieffrequente Geräuschemissionen (Frequenzbereich von 60 Hz bis 100 Hz) führen zunehmend zu Nachbarschaftsstreitigkeiten, die vielfach zu Beschwerden und Klagen führen.

Geräusche im Frequenzbereich von 20 Hz bis ca. 60 Hz sind bei einem entsprechenden Pegel hörbar, aber die Tonhöhenempfindung nur sehr schwach. Es sind nur Schwebungen wahrzunehmen. Hier klagen die Betroffenen oft über ein im Kopf auftretendes Dröhn-, Schwingungs- oder Druckgefühl. Die Geräusche sind nur bedingt von der Lautstärke abhängig und sind auch bei 0 Dezibel (dB) vorhanden. Sie sind auf Dauer unerträglich beurteilt und sind starke Belästigungen.

Störschall (Störquellen) im Frequenzbereich unter 16 Hz bis 20 Hz (Infraschall) kann der Mensch kaum ohne Hilfsmittel hören, er ist aber bei hohen Schalldrücken wahrnehmbar. Die Hörschwelle wurde bis zu ca. 1 Hz gemessen. Der Schalldruckpegel hat 0 Dezibel (dB). Diese überschwelligen Immissionen werden überwiegend als Pulsationen und Vibrationen wahrgenommen.

Der Infraschall wird von den Betroffenen als Ohrendruck gespürt und sie klagen vielfach über Unsicherheits- und Angstgefühle. Außerdem wurde eine Herabsetzung der Atemfrequenz festgestellt. Sichtbare und hörbare Belästigungen können z. b. ein Rütteln von Fenstern und Türen oder Gläserklirren, sowie spürbare Vibrationen von Gebäudeteilen und Gegenständen sein.
Geräusche bei tiefen Frequenzen (ein Ton von 20 Hz hat in der Luft eine Wellenlänge von 17 m, ein Ton von 50 Hz hat eine Wellenlänge von 6,80 m, ein Ton von 100 Hz hat eine Wellenlänge von 3,40 m) können sich über große Entfernungen kilometerweit nahezu ungehindert ausbreiten.

Die Ursache geht hauptsächlich u. a. von Blockheizkraftwerken (BHKW), Windkraftanlagen, Wasserkraftanlagen und LKW-Verkehr (Dieselmotoren) aus. Aber auch Brenner in Verbindung mit Heizungsanlagen, große Lüftungsanlagen und Luft-Wärmepumpen (Kompressor, Ventilator) erzeugen Infraschall.

Das Problem bei diesem Geräusch ist, dass der Schall nicht hörbar, sondern nur wahrnehmbar ist und nicht unbedingt direkt von der Entstehungsstelle ausgehen muss, sondern erst im Wahrnehmungsbereich des Beschwerdeführers entsteht (ein Rütteln von Fenstern und Türen oder Gläserklirren, sowie spürbare Vibrationen von Gebäudeteilen und Gegenständen).

Das Problem für die vom Störschall Betroffenen ist, dass in vielen Fällen eine Ortung der Schallquelle, bzw. die Feststellung der Richtung aus der der Schall einfällt, nicht möglich ist. In vielen Fällen werden die Betroffenen als "Spinner" hingestellt, weil in Wohn- und Arbeitsräumen normaler Größe durch die Schallwellen tieffrequente Eigenresonanzen angeregt werden. Es baut sich ein "Stehwellenfeld" auf, indem sich durch Wandreflexion hin- und zurücklaufende Wellen überlagern und gegenseitig verstärken oder ganz bzw. teilweise aufheben. Dies führt zu sehr starken Schalldruckpegelanhebungen an bestimmten Stellen des Raumes. Es kommt zu einer starken Orts-, Frequenz- und Zeitabhängigkeit des Schallfeldes. Üblicherweise sind dabei die Schallpegel vor Wänden und in Raumecken besonders laut. Quelle: UBA

Abhilfe kann die sog. Anti- bzw. Gegenschall-Technik schaffen.
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Diel schrieb: Hallo zusammen Ich hatte am Anfang 1998 die Probleme das der Brenner zeitweise auf Störung ging. Ich habe damals das gesamte System gereinigt etc. . Nach dem Tausch der Düse sowie der Zündelektroden...
schorni1 schrieb: Mich interessiert nur, warum in der Montageanleitung gefordert wird, einen bestimmten CO2-Anteil im Abgas einzuhalten. Weil der CO2-Anteil möglichst HOCH sein soll (gerigerr O2-Gehalt, geringer Luftüberschuß)...
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