Bei der Leckortung und Rohrbruchortung wird zwischen akustischen (z. B. Geophone) und elektroakustischen Verfahren (z. B. AQUAPHON®) unterschieden. Bei beiden Verfahren wird der Leitungsverlauf und die Ursache eines Wasserschadens oder Rohrbruchs mit speziellen Messgeräten gesucht. Leckgeräusche, die für das menschliche Ohr nicht zu hören sind, werden verstärkt. So kann eine Austrittsstelle bis auf wenige Zentimeter genau lokalisiert werden. Die Messgeräte bestehen aus einem Mikrophon und einem Verstärker. Um Nebengeräusche zu unterdrücken, sind elektrische Filter integriert. Natürlich sollten für den Zeitraum der Leckagesuche potentielle akustische Störquellen (z. B. Spülmaschinen, Waschmaschinen, Heizungs- und WW-Zirkulationspumpen) ausgeschaltet werden. Eine Leckstelle kann über Schwingungen des betroffenen Rohres und/oder über das Leckgeräusch (Bewegung des Wassers) geortet werden.
Geophone
Bei der akustischen Lecksuche erfassen hochsensible Mikrophone den Körperschall und reproduzieren den Geräuschpegel. Auch die kleinsten Lecks erzeugen Geräusche, welche mit dem Geophon klar zu hören sind. Diese Technologie garantiert eine einwandfreie, exakte Ortung auch sehr kleiner undichter Stellen in Sanitär-, Heizungs- und Kühlwasserinstallationen.
Bei der akustischen Lecksuche mit Geophon sorgen 256 automatische und manuelle Filtereinstellungen für die bestmögliche Störgeräuschunterdrückung und somit für ein eindeutiges Ergebnis. Mittels der automatischen Ansteuerung der Verstärkung und Filtereinstellung werden selbst kleinste Leckagen eindeutig erkannt und angezeigt.
AQUAPHON®
Bei der elektroakustische Wasserlecksuche werden Leckagen an Druckrohrleitungen (z. B. Wasser- oder Heizungsleitungen) geortet, da Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus der Bruchstelle ins Erdreich oder in den Estrich strömt. Das Rohrmaterial wird an der Austrittsstelle zum Schwingen angeregt. Diese Schwingungen werden vom Rohr übertragen.
Nichtmetallische Rohrmaterialien übertragen Körperschall schlechter als metallische. Eine Überprüfung der Rohrleitung alleine an den Armaturen mit dem Teststab bringt in der Regel keine zufriedenstellenden Ergebnisse. Zusätzlich muss mit dem Flächenmikrofon die Trasse oder der Fußboden bzw. die Wand zwischen den Armaturen untersucht werden.