Ein Plissee bzw. Faltstore ist ein innen angebrachter Fensterbehang aus gefaltetem Stoff unterschiedlicher Qualitäten (Polyester (PES - Polyethersulfon), Trevira CS) und Befestigungsarten (Klebeleiste, Klemmträger, Fensterwinkel, an der Wand oder Decke). Ein Plissee soll neben dem Sichtschutz auch vor der Sonneneinstrahlung schützen, also auch als Sonnenschutz eingesetzt werden. In diesem Fall sollte das Plissee eine reflektierende Beschichtung zur Außenseite haben, damit die Fläche nicht zur Flächenheizung wird. Plissees können das Raumklima positiv beeinflussen und die Raumakustik verbessern.
Mit einem maßgenau angefertigtem Wabenplissee können auch Fenster, die keine Standard-Maße haben und evtl. noch trapezförmig oder dreieckig sind, ausgestattet werden. Besonders mit diesen Plissees kann man Energie einsparen und die Raumakustik verbessern. Die Heizenergie kann bis zu 51 % und die Wärmeaufnahme im Sommer bis zu 78 % über die Flächen reduziert werden. Außerdem erreicht man eine Reduzierung des Raumschalls bis zu 45 %, wodurch die Raumakustik effektiv verbessert wird.
Die Plisseeanlagen bestehen in der Regel nicht aus Naturmaterialien. Die gebräuchlichsten Materialien sind Kunststoffgewebe. Diese haben eine hohe Reissfestigkeit und Formstabilität, die auch noch nach vielen Jahren eine einwandfreie Plissierung gewährleisten. Das Plissieren ist eine Appretur, eine Veredelung von Stoffen, die aus drei Arbeitsvorgängen (Behandlung mit Kunstharz, Faltenlegen und Pressen) besteht. Das Pressen von Meterware erfolgt bei Mitwirkung von feuchter Hitze auf Plissiermaschinen. Dauerfalten werden nur bei Textilien aus synthetischen Fasern garantiert. Ein Thermoschnitt sorgt abschließend für die seitliche Versiegelung der Plisseestoffe. Falten auf Textilien aus Naturfasern dagegen sind nicht waschbeständig.
Wenn man sich aber die angebrachten Plissees (oft in Biligausführung) in vielen Fenstern ansieht, ist der ästhetische Anblick (z. B. schräg gezogene Plissees, zerknitterte Falten) aber sehr "gewöhnungsbedürftig".