Eine richtig befeuchtete Raumluft inaktiviert Viren und andere krank machenden Keime. Das Niesen und Husten durch eine mit einem Virus infizierte Person im geschlossenen Raum werden Tausende infektiöse Keimtröpfchen über eine Distanz von mehreren Metern explosionsartig in die Umgebungsluft ausgestoßen und schweben dann eine lange Zeit als Aerosole unsichtbar und hochinfektiös in der Luft. Diese mit Viren beladenen Keimtröpfchen sind ein Konglomerat aus Krankheitserreger, Wasser und Salzen, deren Infektiosität ganz entscheidend von der vorherrschenden Luftfeuchtigkeit beeinflusst wird. In trockener Raumluft finden Aerosole ein hervorragendes Lebensumfeld, so dass die Gefahr einer Tröpfcheninfektion steigt.
Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit (r.F.) zwischen 43 bis 60 % werden Viren in Sekunden inaktiviert. Hustet oder niest eine infizierte Person Krankheitserreger in eine optimal befeuchtete Raumluft verändert sich die Salzkonzentration der ausgeworfenen Tröpfchen (Aerosole) derart, dass der Krankheitserreger unmittelbar nach seinem Kontakt mit der Luft unschädlich wird. Die Schwebedauer und Infektiosität des Virenaerosols wird auf wenige Sekunden minimiert, bei gleichzeitig geringer Infektiosität.
Bei einer zu niedrigen relativen Luftfeuchtigkeit unter 43 % bleiben die Viren lange infektiös, machen sie aggressiv und die Krankheitserreger in den ausgehusteten oder ausgeniesten Tröpfchen werden durch die auskristallisierten Salze noch konserviert. Das geschrumpfte Aerosol schwebt viele Stunden hochinfektiös durch die Raumluft und bleibt in dieser Zeit hochinfektiös.
Bei einer zu hohen relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 60 bis 100 % bleiben die Viren infektiös und die Aerosole werden träge, bleiben aber infektiös. Das erhöhte Volumen und Gewicht des Aerosols hat eine geringe Schwebzeit in der Luft. Die Krankheitserreger lagern sich an Oberflächen ab und bleiben weiter infektiös.
Um die richtige Raumluftfeuchte zu erhalten, können Raumluftbefeuchter eingesetzt werden. In vielen Fällen kann ein Luftbefeuchter nicht nachträglich in eine lüftungstechnische Anlage (z. B. KWL) eingebaut werden. Hier kann dann ein Raumluftbefeuchter eingesetzt werden, der auch bei zu trockener Raumluft durch die Heizungsanlage notwendig werden kann. Raumluftbefeuchter gibt es in verschiedenen Ausführungen (Zerstäuben [Vernebeln], Verdampfen, Verdunsten). Die Gefahr durch lungengängige Aerosole (Legionellose) hat vor allen Dingen die Zerstäuber bzw. Vernebler in Verruf gebracht. Hier liegt es wohl eher an der fehlefhaften Wartung.
Besonders zu trockene Raumluft reizt die sensiblen Nasen- und Rachenschleimhäute, verursacht Husten, Heiserkeit und legt das Immunsystem im wahrsten Sinne des Wortes trocken. Dadurch besteht die Gefahr, sich mit krankmachenden Keimen und Viren zu infizieren. Eine trockene Atemwegsschleimhaut kann Viren und Bakterien nicht abwehren. Nur eine feuchte Schleimhaut filtert bei jedem der ca. 20.000 Atemzüge pro Tag kleinste Krankheitserreger (Bakterien, Pilze oder Viren) aus der Luft und verhindert so, dass diese schädlichen Keime in den Körper eindringen.
Mit einer konstanten Luftfeuchtigkeit zwischen 40 bis 60 % r.F. wird das körpereigene Abwehrsystem aktiviert, damit die wichtigen Funktionen der Schleimhäute in der Immunabwehr optimal arbeiten.
Der Luftwäscher AW 20 S ist ein 3-in-1-Komfortgerät mit Kombisensor und HEPA-Filter. Ein intelligenter Kombisensor erfasst neben der relativen Luftfeuchtigkeit auch permanent die Partikelbelastung der Raumluft und steuert selbsttätig den Automatikmodus für perfekt befeuchtete und gereinigte Luft. Ein effektiver HEPA-Filter befreit die Luft nicht nur von Hausstaub, Pollen oder Tierhaaren auch kleinste Schmutzpartikeln aus Feinstaub, Allergenen oder Schimmelpilzsporen werden zuverlässig herausgefiltert. Im Nachtmodus arbeitet er extra flüsterleise, befreit die Raumluft dabei zuverlässig von Schadstoffen und hält sie zugleich durch das natürliche Prinzip der selbstregulierenden Kaltverdunstung auf einem idealen Feuchtigkeitsniveau (40 - 60 % r.F.). Wenn die HEPA-Filtration nicht gewünscht wird, dann lässt sich dieser einfach deaktivieren.