Das Kubushaus (Wohnwürfel) hat die Form eines Würfels. In seiner strengsten Ausprägung besteht es aus vier gleich großen Seiten und einem Flachdach ruht. Der Ursprung vom Kubushaus war der Bauhausstil. Leider lassen nicht alle Bebauungspläne den Bau zu. Die Gebäude können als Fertighaus oder Massivhaus errichtet werden. Manche Baufirmen bieten den Kubus auch als kleines Modulhaus an, welches komplett vormontiert per Tieflader geliefert wird.
Das Haus bietet sich besonders auf kleinen Grundstücken an. Das moderne Flachdach ermöglicht die Nutzung aller Räume im Obergeschoss ohne Dachschrägen und das Dach kann als Terrasse genutzt werden. Natürlch kann dort auch ein begrüntes Dach oder ein Dachgarten angelegt werden, wenn auf dem Grundstück nicht genug Gartenfläche vorhanden ist. Besonders geeignet sind diese Dächer auch für das Installieren einer Solarthermie- und/oder Photovoltaikanlage, weil die Module optimal zur Sonne ausgerichtet werden können.
Die Kubus Bauweise verzichten, im Gegensatz zu anderen Haustypen, vollständig auf jegliche Verschnörkelungen, geschwungene Formen oder dekorative Gestaltungen. Sie bestehen aus absolut geradlinigen Wänden und einem flachen Dach, das vielseitig nutzbar ist.
Vorteile des Kubushauses
• Effiziente Raumnutzung
• Minimalistisches Design
• Energieeffiziente Bauweise
• Leichte Wartung und Pflege
• Gute Lichtverhältnisse
• Flexibilität in der Innenarchitektur
• Zeitlose Ästhetik
• Günstige Konstruktionskosten
• Hohe Stabilität und Langlebigkeit
• Umweltfreundliches Bauen möglich
Nachteile bei Kubushäusern
Wie bei allen Häusertypen gibt es auch beim Kubus Eigenschaften, die sich für manche Nutzungszwecke als nachteilig erweisen können. Einer der Hauptpunkte sind die großen Fenster und Glasfronten, die als typisch für Kubushäuser gelten und ihren besonderen Charme ausmachen.
Viel Glas bedeutet auch eine größere Einsehbarkeit von außen. Wenn ihr euer Haus in einer dicht bewohnten Nachbarschaft geplant habt, müsst ihr damit rechnen, dass vorbeigehende Personen jederzeit ins Haus gucken können. Abhilfe schafft hier jedoch unter anderem ein Gartensichtschutz.
Nicht immer für die Stadt geeignet
Die Kubusbauweise eignet sich vor allem für eine Wohnlage, die sich durch ein schönes Panorama und eine entsprechende Aussicht auszeichnet. Die großzügigen Fenster haben vor allem den Sinn, nach draußen gucken zu können.
Dies ist besonders attraktiv, wenn ringsum Natur oder eine ansprechende Umgebung gegeben sind. Reine Straßenzüge mit hoher Population sind möglicherweise nicht die ideale Lösung.
Eingeschränkte Wahl des Daches
Ein weiterer Nachteil sind die meist höheren Kosten bei einem Flachdach im Vergleich zum Satteldach. Die Ausgaben für eine effiziente Wärmedämmung sind nicht unerheblich und auch der Aufwand für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten im weiteren Verlauf fällt umfangreicher aus.
Grundsätzlich bestehen bei einem Flachdach größere Belastungen, sei es furch die Nutzung als Terrasse oder auch durch die fehlende Gewichtsverteilung beim Schneefall. Hier sind entsprechende Kosten für eine ausreichend hohe Tragfähigkeit zu berücksichtigen.
Bebauungsplan ist maßgebend
Auch im Hinblick auf das geplante Grundstück solltet ihr vorab klären, ob die Kubusbauweise dort möglich ist. Über die Details gibt der Bebauungsplan eurer Gemeinde Auskunft. Eine großzügige Bauordnung, die unterschiedliche Häusertypen erlaubt, ist dabei von Vorteil.
Es kann aber auch möglich sein, dass ein Kubushaus für bestimmte Grundstücke nicht zugelassen ist. Eine Nachfrage beim zuständigen Bauamt gibt euch hierzu Sicherheit.
Quelle: Hanse Haus GmbH