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Autoren
OldBo
16.07.2025
Experten raten, besonders in luftdichten Wohnungen, unbedingt zur Installation von Kohlenmonoxid-Meldern. Diese sind die einzige Möglichkeit, das tödliche Gas sicher zu bemerken.
CO dringt durch Wände, Böden, Decken
 CO dringt durch Wände, Böden, Decken
Quelle: VdS Schadenverhütung GmbH
CO03D Kohlenmonoxid-Melder
 CO03D Kohlenmonoxid-Melder
Quelle: X-Sense Europe B.V.

Bei jeder unvollständigen Verbrennung, die z. B. in Heizungsanlage, Heizlüfter, Schornstein, Kamin etc passieren kann, entsteht Kohlenmonoxid (CO). Oft sind die Ursachen technische Defekte, mangelnde oder zu späte Wartung, verstopfte/undichte Abluftrohre sowie ungenügende Zufuhr von Außenluft. Schon eine leistungsstarke Dunstabzugshaube kann Unterdruck erzeugen und die Strömungsrichtung der Rauchgase von Kaminen drehen. Das giftige Gas zieht also nicht mehr ab, sondern füllt unbemerkt die Wohnung. Besonders gefährdet sind gerade moderne oder energetisch sanierte Häuser mit gut gedämmten und luftdichten Wänden und luftdichen Fenstern.

CO dringt als "lautloser Killer" problemlos auch durch Wände, Böden und Decken in Räume ohne jegliche CO-Gefahrenquelle. So kann jederzeit eine Vergiftung drohen. Schon eine einzige defekte Gastherme oder Ölheizung bringt ganze Mehrfamilienhäuser mit allen Bewohnern in tödliche Gefahr.

Experten raten, besonders in luftdichten Wohnungen, unbedingt zur Installation von Kohlenmonoxid-Meldern. Diese sind die einzige Möglichkeit, das tödliche Gas sicher zu bemerken. Diese handlichen, günstigen und leicht anzubringenden Lebensretter überwachen permanent die CO-Konzentration in den Räumen und schlagen im Ernstfall sofort Alarm, lange bevor kritische Werte erreicht werden. Sie sollten in Schlaf- und Wohnzimmern, ggf. auch in Räumen mit brennstoffbetriebenen Geräten (Heizungsraum) installiert werden.

Ein elektrochemischer Sensor im CO-Melder misst mehrfach pro Minute den Kohlenmonoxidgehalt der Raumluft. Der Alarm löst nicht allein die Gaskonzentration, sondern auch deren spezifische Dauer aus. Das Gerät warnt bei noch ungefährlichen, aber unnormalen CO-Mengen, wenn diese länger als 120 Minuten bestehen. Sinkt die kritische Konzentration, meist durch Lüften, endet der Alarm und Ihr VdS-anerkannter Melder setzt alle Funktionen wieder in den Normalzustand.

Wichtig: Die CO-Melder ersetzen keine Rauchmelder, denn diese reagieren nur auf optischen Brandrauch. Inzwischen gibt es auch Multikriterienmelder (kombinierte Rauch- und CO-Melder).

Quellen
VdS Schadenverhütung GmbH, X-Sense Europe B.V.
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