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Autoren
OldBo
14.08.2026
Klima und Meer sind eng miteinander verbunden, denn die Weltmeere haben seit den 1970er Jahren rund 90 Prozent der überschüssigen Wärme in der Atmosphäre aufgenommen. Die menschengemachte Klimakatastrophe verursacht nicht nur längere und intensivere Hitze- und Dürreperioden an Land, auch im Meer verändert sich die Temperatur.

Klima und Meer sind eng miteinander verbunden, denn die Weltmeere haben seit den 1970er Jahren rund 90 Prozent der überschüssigen Wärme in der Atmosphäre aufgenommen. Die menschengemachte Klimakatastrophe verursacht nicht nur längere und intensivere Hitze- und Dürreperioden an Land, auch im Meer verändert sich die Temperatur. Es wird wärmer – mit drastischen Folgen für Tiere und Pflanzen, die diesen Lebensraum bewohnen. Marine Hitzewellen sind ein noch junges und ganz besonderes Phänomen, denn sie betreffen viele unterschiedliche Faktoren im Meer, wie zum Beispiel den Sauerstoffgehalt des Wassers. Je wärmer das Wasser wird, desto niedriger ist der Sauerstoffgehalt. Ein Modell für die Analyse von Marine Heat Waves (MHW) zeigt, dass sich die Hitzeperioden im Meer nicht nur lokal drastisch auswirken.

Marine Hitzewellen (MHW) sind extreme Erhöhungen der Meerestemperatur über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie können an verschiedenen Stellen im Meer auftreten, und ihr Ausmaß und ihre Häufigkeit haben in den letzten Jahrzehnten zugenommen, was schädliche Auswirkungen auf die Ökosysteme, die Meeresindustrie und menschliche Aktivitäten hat. Wie im Copernicus Ocean State Report 3 untersucht, ist das Mittelmeer in Europa am stärksten von marinen Hitzewellen betroffen, da sich das Gebiet in den letzten Jahrzehnten stark erwärmt hat. Der langsame Anstieg der Wassertemperaturen aufgrund langfristiger anthropogener Veränderungen und das verstärkte Auftreten von Hitzewellen im Meer haben verheerende Auswirkungen auf die lokalen Ökosysteme. Marine Hitzewellen werden auch mit der Wahrscheinlichkeit extremer Wetterereignisse wie Wirbelstürme und Starkniederschläge in Verbindung gebracht.

In vielen Meeren der Welt wurden in den letzten Jahren Extremtemperaturen gemessen. 2024 haben leider nicht nur die Lufttemperaturen, sondern auch unsere Weltmeere einen traurigen Wärmerekord aufgestellt. Klimaforscher haben ermittelt, dass die Ozeane im Vergleich zum Vorjahr in etwa 16 Zettajoules mehr an Wärmeenergie aufgenommen haben. Nur um es sich besser vorstellen zu können: Das ist die 140-fache Energie der globalen Stromproduktion. Auch deshalb steigt der Meeresspiegel immer weiter und die Wetterextreme nehmen dramatisch zu.

Quellen
MERCATOR OCEAN, WWF Deutschland, Bild der Wissenschaft, RTL interactive GmbH
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