Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen, die ohne verfügbaren Sauerstoff (O2) ablaufen, sind anaerobe Vorgänge.
Organische Stoffe bilden unter Sauerstoffabschluss aufgrund des Wirkens bestimmter Bakterien ein wasserdampfgesättigtes Mischgas (Biogas). Dieses Gas besteht zu 55 bis 70 % aus Methan CH4).
Aber auch in "sauerstofffreien" Flüssigkeitssystemen (Wasserheizungs-, Kühl- und thermische Solaranlagen) gibt es anaerobe Vorgänge, wenn Bakterien in der Anlage vorhanden sind. Diese bilden Methangase, die dann bei dem Entlüften als "Luft" wahrgenommen werden. Bei einer "Feuerprobe" sollte man vorsichtig sein, da sich in diesen Systemen auch Wasserstoff (H) bilden kann, wodurch sich ein gefährliches Knallgas bildet.
Brennbare Gase
Unter bestimmten Umständen (Gasbildung durch Elektrolyse, bakteriellen Zersetzung) können in Heizungsanlagen und Wärmesystemen (Nah- und Fernwärme) brennbare Gase (Methan, Wasserstoff, Faulgas oder Sumpfgas) entstehen, die dann beim Entüften als "Luft" angenommen werden. Unter ungünstigen Umständen können sich die Gase entzünden. Diese Phänomen können in Großanlagen zu erheblichen gefährlichen Problemen führen, da sich hier evtl. große Gasmengen gebildet haben. Diese können sich im Raum bein Entlüften entzünden.
• Bakterien verarbeiten das harmlose, in natürlichen Wässern häufige Sulfat (in ungelöster Form z.B. Gips) zu Schwefelwasserstoff. Dies ist eine faulig riechende, giftige und aggressive Substanz. In diesen entstehenden brennbaren Faulgasen hat Methan (CH4) den größten Anteil.
• Wenn an den Metallteilen der Anlage Strom anliegt, dann kann es zur Elektrolyse des Wassers kommen und das Produkt daraus ist Wasserstoff. Dieses Gas kann zu einem Knallgasgemisch führen.
• Beide Gase zusammen ergeben dann eine gelb-orangefarbene Flamme.