Ein Sonnenfühler (SF) ist ein Bestandteil einer Regelung in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, wenn eine Kompensation der Sonneneinstrahlung vorgesehen ist. Das ist immer dort sinnvoll, wo ein Gebäude oder Gebäudeteile mit grossen Fensterflächen stark der Sonne ausgesetzt sind, besonders dann, wenn keine thermostatischen Heizkörperventile eingesetzt werden können.
Der Fühler ist mit zwei Messelementen ausgestattet, die beide die Umgebungstemperatur messen. Zur Bestimmung der Sonneneinstrahlung ist ein Messelement der Sonne ausgesetzt, das andere ist abgedeckt. Die Differenz zwischen den beiden Messwerten verhält sich direkt proportional zur Sonneneinstrahlung. Sie wird als DC 0...10 V-Signal an die Regelung abgegeben.
Der Fühler ist in einer Höhe von mindestens 3 m über dem Boden an einem geeigneten Montageort (Fensternähe) anzubringen
Sonnenfühler (Sonnensensoren) werden auch zur Steuerung von Markisen und Rolläden auf Terrassen, Balkon und Wintergärten eingesetzt. Abhängig von der Sonnenintensität gibt der Fühler den Impuls, die Markisen raus- oder rein- bzw. die Rollläden auf- oder abzufahren. Dadurch werden werden die Innenräume vor übermäßiger Erwärmung und die Einrichtung vor schädlichen Sonnenstrahlen geschützt. Die Helligkeit kann von 0 - 50 kLux einstellt werden. Der Fühler mit einer integrierten Solarzelle wird an der Hauswand montiert.
Der Fühler ist für Wandmontage konzipiert. Das Kabel wird von unten dem Fühler zugeführt.
Der Fühler besteht aus einem Kunststoffgehäuse mit transparentem Deckel und einer Pg 9-Verschraubung.
Die Solarzelle ist im Deckel, die Fühlerelektronik mit Anschlussklemmen im Innern des Gehäuses platziert. Der Deckel ist mit dem Gehäuse mittels 2 Schrauben lösbar verbunden. Im Deckel befindet sich eine Gummidichtung zur Gewährleistung der Gehäuseschutzart IP65. Die Übertragung der Messwerte von der Fotozelle zur Fühlerelektronik erfolgt über eine 2-Drahtverbindung.