PVC-,
PE-,
PB- und
PP-Rohr (
Thermoplaste) können mit
Spezialwerkzeugen verschweißt werden. In der
Haustechnik kommt das
Heizelementschweißen (
Polyfusions-Schweißverfahren) zum Einsatz.
Schweißverbindungen - Kunststoffrohr werden
ohne Zusatzwerkstoff gefügt, wobei die Erwärmung durch den direkten Kontakt mit der
Wärmequelle erfolgt.
Kunststoffrohre aus
PE-HD und
PB in der
Gas- und
Wasserversorgung werden hauptsächlich durch
Heizwendelschweißen verbunden. Dieses Verfahren ist inzwischen so weit automatisiert, dass Rohr- und werkstoffspezifische Daten über
Strichcode oder
Magnetkarten eingelesen oder über codierte Anschlüsse am Heizwendelfitting durch die Stromkabel auf das Schweißgerät übertragen werden. Der
Schweißvorgang läuft
automatisch ab.
Die zur
Plastifizierung (Aufschmelzung) der Fügestelle in der Muffe und an den
Rohrenden findet durch in den
Fitting eingebetteten
Heizdrähte. Bei der Stromzufuhr wird das Material auf ca.
220 bis
280 °C (materialabhängig) erhitzt und dadurch aufgeschmolzen. Der notwendige
Fügedruck wird durch die
Wärmeausdehnung des erhitzten Kunststoffes erreicht. Dies setzt eine spezielle Haltevorrichtung oder Rohrfixierung voraus, damit es zwischen den
Rohrenden und dem Heizwendelfitting keine axialen Ausweichbewegungen gibt.
Das Heizwendelschweißen muss
besonders sorgfältig durchgeführt werden, damit die Verbindung dauerhaft dicht ist. Die
Rohrenden müssen
staub- und
fettfrei gemacht und teilweise mit speziellem Rohrschälwerkzeug am Umfang abgeschält werden. Auch die Schweißfittings mit den integrierten Anschlussbuchsen sollten erst unmittelbar vor dem Schweißen aus ihrer Verpackung genommen und die inneren Fügeflächen dabei nicht berührt werden. Die Verbindungsflächen müssen vollkommen fett- und staubfrei sein und bleiben.
Die
Herstellerangaben sind
unbedingt einzuhalten, damit Erwärmung und Fügedruck ausreichen.