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OldBo
21.09.2016
Wenn eine Leistungsminderung bei der Warmwasserversorgung festgestellt wird, dann liegt der Grund in der Regel an Kalkablagerungen in dem Wärmetauscher. In Anlagen mit Warmwasserspeicher sind oftmals die Anschlüsse und die Rohrleitungen bzw. Armaturen betroffen, was aber eher selten vorkommt.
Spülstation
 Spülstation
Quelle: MS Schwarz GmbH

Auch bei dem Einhalten aller Regeln und einer regelmäßigen Wartung wird es früher oder später zu Kalkablagerungen in den Wärmetauschern kommen. Nun stellt sich die Frage, wie reinigt man den Wärmetauscher möglichst kostengünstig?

Wenn eine Leistungsminderung bei der Warmwasserversorgung festgestellt wird, dann liegt der Grund in der Regel an Kalkablagerungen in dem Wärmetauscher. In Anlagen mit Warmwasserspeicher sind oftmals die Anschlüsse und die Rohrleitungen bzw. Armaturen betroffen, was aber eher selten oder nur nach jahrelang versäumter Wartung vorkommt.

Um den Wärmetauscher problemlos entkalken zu können, sollte dieser absperrbar und mit Spülanschlüssen versehen sein. Hier wird eine Spülstation angeschlossen. Die Art bzw. der Ort der Verkalkung hängt von der Bauart der Wärmetauscher ab. Eine Entkalkung sollte in regelmäßigen Abständen (je nach Wasserhärte 1 - 5 Jahren) im Rahmen einer Wartung durchgeführt werden. Oft wird gewartet, bis es zu spät ist.

Auf Grund der unterschiedlichen Temperaturen im Platten-Wärmetauscher gibt es eine ungleichmäßige Kalkverteilung. So können im Wärmetauscher Engstellen vorhanden sein. Da sich die Säure den Weg des geringsten Widerstands sucht, kann es vorkommen, dass die stärker verkalkten Bereiche nicht zuverlässig entkalkt werden können. Dann muss der Wärmetauscher ausgetauscht werden.

Bei Rippenrohr-Wärmetauschern wird die Spirale vom kompletten Spülvolumen durchströmt. Dadurch kann die Entkalkung sicher und schnell erfolgen. Dieser Vorgang kann mit Zitronensäure oder Ameisensäure immer wieder wiederholt werden. Hier muss man sich sich genau an die Gebrauchsanweisung der Hersteller halten.

Die Entkalkungssäuren (Zitronensäure, Ameisensäure, Essigsäure, Amidosulfonsäure) mit zusätzlichen Metallschutz werden über eine Spülstation durch die zu entkalkenden Bauteile (z. B. Wärmetauscher, Kühlsysteme, Rohrleitungen) geleitet.

Das zu entkalkende Bauteil muss als erstes vom Netz getrennt (evtl. reicht eine Absperrung aus) werden. Danach sollte es abkühlen. Dann muss ein geeigneter Wasserbehälter bereitgestellt werden, der der Wassermenge z. B. im Wärmetauscher entspricht. Hier verwendet der Fachmann eine Spülstation.
Eine (säurefeste) Pumpe (Tauchpumpe oder Saugpumpe) saugt die Entkalkersäure an und und drückt sie über einen Schlauch in den Zulauf bzw. Spülstutzen des Wärmetauschers.

Über einen weiteren Schlauch, der am Ablauf bzw. Spülstutzen des Wärmetauschers angebracht ist, wird die verbrauchte Säure wieder in die Spülstation geleitet. Ein ständiger Durchfluss ist wichtig, damit der von der Säure gelöste Kalk aus dem Wärmetauscher abtransportiert wird.

Während des Vorgangs sollte mit einem pH-Wert-Teststreifen immer kontrolliert werden, ob die Säure ihren pH-Wert verändert hat. Wenn sie nicht mehr sauer ist (pH-Wert deutlich kleiner als 7), löst sie auch keinen Kalk mehr. Sie muss dann durch eine neue Lösung ersetzt werden. Danach wird der Vorgang so lange fortgesetzt, bis sich keine Bläschen mehr bilden.

Bei der Verwendung von Säuren ist entsprechende Vorsicht angebracht. Handschuhe schützen vor Säureschäden auf der Haut, die Kleidung sollte möglichst langärmelig und unempfindlich gegen Säurespritzer sein. Die Augen sollte man während des Vorgangs mit einer Schutzbrille schützen – Säurespritzer ins Auge sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch gefährlich.

Die Entkalkung sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden, weil auch die Zitronensäure, die für Entkalkungszwecke eingesetzt wird, in der Regel nicht immer biologisch ist, sondern ein chemisches Produkt ist und entsprechend der Sicherheitsdatenblätter (z. B. Amidosulfonsäure) gehändelt werden muss.
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