Durch den Wegfall einer warmgehenden Leitung bei der Zirkulations-Inlinertechnik kann die Wärmelast auf die Kaltwasserleitung etwas reduziert werden. Außerdem werden die Wärmeverluste der Zirkulationsleitung merklich reduziert und der Installationsaufwand verringert sich, da nur ein Warmwasserstrang im Im Installationsschacht installiert werden muss. Für die Zirkulationsleitung entfallen Dämmung, Befestigung und Brandschutzmaßnahme im Deckendurchgang.
Leider ist der Bekanntheitsgrad der Zirkulations-Inlinertechnik bei den TGA-Planern und Installateuren sehr gering.
Die Gründe sind wohl darin zu sehen,
• dass die jahrzehntelange Praxis, Zirkulationsleitung PWH-C parallel zur Warmwasser-Steigleitung PWH im Installtionsschacht zu verlegen, der gewohnte Planungsalltag ist
• dass in den maßgebenden Regelwerken keine Aussagen zur Planung, Ausführung und Berechnung von innen liegenden Zirkulationsleitungen enthalten sind.
• dass es kaum Softwarelösungen gibt, die diese Spezialform der Warmwasserzirkulation abbilden können. Inlinerzirkulationen benötigen aber zwingend Softwareunterstützung.
Es ist keine Technik, welche einfach so aus dem Regal genommen und eingebaut werden kann. Da für die Warmwasserversorgung im Steigstrang nicht der volle Rohrquerschnitt, sondern nur ein Ringspalt zur Verfügung steht, muss die hydraulische Grenze rechnerisch ermittelt werden. Zudem muss das Programm den Nachweis der Temperaturhaltung erbringen. Mit Handrechenverfahren ist dies kaum zu meistern.
quelle: Dipl.-Ing. Peter Reichert, Geberit
Im Gegensatz zu herkömmlichen Installationen wird hierbei nur ein Steigestrang für die Versorgung der Etagenverteilung benötigt. Die Zirkulation fließt über eine Umlenkung in einem im Steigestrang liegenden PB-Rohr zum Warmwasserbereiter oder Speicher zurück. Dieses Zirkulationsprinzip reduziert in vergleichbarer Weise die wärmeabgebende Oberfläche im Bereich der Steigeschächte. Darüber hinaus kann dieses System mit einer im Keller verlegten Hauptverteilung kombiniert werden. Im Gegensatz zu den Beschreibungen in den einschlägigen Regelwerken (die sich auf das "Zwei-Rohr-System" aus Steigestrang und Zirkulation beziehen) liegt das niedrigste Temperaturniveau in einer Inliner-Installation nämlich am oberen Umlenkpunkt, also am Ende eines Steigestrangs.
Anders als bei der konventionellen Zirkulation fällt die Temperatur bei der Inliner-Zirkulation im Steigleitungsbereich in Fließrichtung außerdem nicht kontinuierlich ab.
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